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Hartmut Mehdorn fordert, dass der BER 24 Stunden geöffnet wird.

Nachtflugverbot macht keinen Sinn

Mehdorn: BER muss 24 Stunden offen sein

Berlin - Eine Ausweitung des Nachtflugverbots am neuen Hauptstadtflughafen BER würde nach Ansicht des Airport-Geschäftsführers Hartmut Mehdorn das komplette Großprojekt ad absurdum führen.

Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn hat den künftigen Hauptstadtflughafen im Fall eines strengeren Nachflugverbotes grundsätzlich infrage gestellt. „Eine Ausweitung des nächtlichen Flugverbots halten wir nicht für erforderlich. Sollte es dennoch dazu kommen, dann hätte man diesen Flughafen gar nicht bauen müssen“, sagte Mehdorn der „Bild am Sonntag“. „Ein Hauptstadt-Airport sollte nach meiner Überzeugung überhaupt keinerlei zeitlichen Einschränkungen unterliegen, 24 Stunden offen sein. So ist es auf der ganzen Welt.“

Zugleich sagte Mehdorn angesichts der Sorgen der Anwohner: „Natürlich haben wir als Management eine Verantwortung dafür, die Lärmbelästigung der Anwohner zu minimieren.“ Es gebe deshalb Lärmschutzmaßnahmen, „die es in diesem Ausmaß und dieser Qualität nirgendwo auf der Welt gibt“. Jedes Gespräch in einem Büro mache mehr Lärm als die Landung eines Flugzeugs im Hausinneren in der Flughafenumgebung machen dürfe.

Seit langem gibt es Streit um ein strengeres Nachtflugverbot am künftigen Berliner Hauptstadtflughafen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will eine längere Nachtruhe - gegen den Willen der anderen beiden Flughafen-Eigentümer, dem Land Berlin und dem Bund.

dpa/AFP

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