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"Personelle Veränderung naheliegend"

BER: Widerstand gegen Wowereit

Berlin - Die Linkspartei in Berlin und die CDU in Brandenburg haben sich gegen Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) an der Spitze des Aufsichtsrates des Großflughafens BER ausgesprochen.

"Die Bilanz von Klaus Wowereit kennen wir nur zu gut", sagte der Chef des Berliner Landesverbandes der Linken, Klaus Lederer , dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Eine personelle Veränderung an der Aufsichtsratsspitze ist daher naheliegend."

Lederer sprach sich für den Berliner Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) aus. Dieser müsse die Arbeit des Aufsichtsrates dann aber "grundsätzlich neu organisieren", forderte der Politiker. Auch die Linke in Brandenburg, die dort mit in der Regierung sitzt, favorisiert laut "Handelsblatt" Heilmann.

Unterstützung erfährt Heilmann auch aus der Brandenburger CDU: "Die Mischung aus Erfahrung in Politik und Wirtschaft macht ihn zu einem interessanten Kandidaten", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Partei im Potsdamer Landtag, Dierk Homeyer, der Zeitung. Wowereit habe bewiesen, dass er überfordert sei.

Berlins Regierender Bürgermeister will laut "Spiegel" den Spitzenplatz im Aufsichtsrat des Großflughafens BER, den er derzeit kommissarisch innehat, dauerhaft zurück. Wowereit war Anfang Januar wegen der Verzögerungen beim Bau des BER als Aufsichtsrat-Chef zurückgetreten. Nachfolger wurde Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck (SPD). Der legte das Amt im August nieder, weil er sich Ende August aus Gesundheitsgründen aus der aktiven Politik zurückzog. Seitdem führt Wowereit den Vorsitz kommissarisch.

Die Eröffnung des Großflughafens im Süden Berlins wurde wegen gravierender Baumängel bereits mehrfach verschoben. Ein neuer Termin für die Inbetriebnahme ist bisher nicht bekannt.

AFP

"Wir sind im Zeitplan" - Zitate zum BER-Debakel

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