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Elektroauto

Laut Süddeutscher Zeitung

Berater von Gabriel kritisieren Kaufprämie für Elektroautos

Berlin - "Im Extremfall wäre der Einspareffekt null oder sogar negativ": So soll das Fazit des Wissenschaftlichen Beirats ausgefallen sein - der deshalb empfiehlt, von der Prämie Abstand zu nehmen. 

Das führende Beratergremium von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisiert einem Zeitungsbericht zufolge die von ihm vorangetriebene Kaufprämie für Elektroautos. Der Wissenschaftliche Beirat empfehle Gabriel, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag aus einem Brief des Vorsitzenden des Gremiums, Hans Gersbach. Demnach ergab eine Analyse, dass die finanziellen Kaufanreize im Hinblick auf die erwünschten Ziele Klimaschutz und bessere Luftqualität zu teuer seien.

"Elektroautos erzeugen im Betrieb kein CO2. Wohl aber kann die erforderliche Stromerzeugung CO2 produzieren", heißt es laut "SZ" in der Analyse des Beirats von Ende April. "Im Extremfall wäre der Einspareffekt null oder sogar negativ."

Einfachere und günstigere Wege für bessere Luft

Dem Beratergremium zufolge gibt es günstigere und einfachere Wege, mehr für saubere Luft in den Städten und Klimaschutz im Verkehrssektor zu tun. So könnte die Luftqualität etwa durch "selektive Fahrverbote", eine Umrüstung von Stadtbussen auf Elektromotoren oder auch durch die Erhebung einer Innenstadt-Maut nach dem Vorbild europäischer Metropolen wie London gezielt verbessert werden. Beim Klimaschutz empfehlen die Forscher dem Bericht zufolge, den Verkehrssektor in das europäische Emissionshandelssystem zu integrieren.

Die große Koalition hatte sich mit der Autobranche Ende April auf ein groß angelegtes Förderprogramm geeinigt. Mit Kaufanreizen über insgesamt 1,2 Milliarden Euro, die sich Staat und Autobranche teilen, sollen die Deutschen bis 2020 zum Umstieg auf Elektroautos gebracht werden. Schon in den nächsten Wochen soll das Programm im Kabinett abgesegnet werden.

afp

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