+
In Athen haben die Beratungen über das neue Sparprogramm begonnen.

Athen: Erste Details über Sparprogramm bekannt

Athen - In Griechenland haben die Gespräche über das neue Sparprogramm begonnen. Nun veröffentlichten Medien erste Details. Die jungen Griechen trifft es besonders hart.

Lesen Sie auch:

"Dankeschön" auf Griechisch: Hier brennt eine deutsche Flagge

Mit vierstündiger Verspätung hat am Mittwochnachmittag ein möglicherweise entscheidendes Treffen der griechischen Koalitionspartner über weitere Sparmaßnahmen begonnen. Nun sickern in Athen erste Details aus dem neuen Sparprogramm der griechischen Regierung durch.

Wie aus Berichten der griechischen Presse vom Mittwochabend im Internet hervorgeht, müssen sich die Arbeitnehmer des Landes auf drastische Einschnitte einstellen. Demnach sollen alle Löhne in der Privatwirtschaft solange eingefroren werden, bis die Arbeitslosenquote von heute mehr als 19 Prozent auf 10 Prozent gefallen ist.

EFSM oder ESM: Das bedeuten die Kürzel der Finanzkrise

EFSM, EFSF oder ESM: Das bedeuten die Kürzel der Finanzkrise

Zudem solle der Mindestlohn um 22 Prozent auf 590 Euro gesenkt werden, für junge Leute unter 25 Jahren soll die Kürzung noch drastischer ausfallen. Schließlich sollen die Renten der als reich geltenden Rentenkassen von Banken sowie Telefon- und Elektrizitätsgesellschaft um 15 Prozent reduziert werden. Die Regierung bekräftigte auch ihre Absicht, dass 150.000 Staatsbedienstete bis 2015 gehen sollen.

Die Regierung hatte sich nach zähen Verhandlungen mit der “Troika“ aus EU, IWF und EZB auf neue Sparanstrengungen geeinigt. Am Mittwochabend traf Ministerpräsident Lucas Papademos mit den Vorsitzenden der drei Regierungsparteien zusammen, um sich deren Unterstützung zu sichern.

ap/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Halbzeitbilanz: Rekordjahr für Dax-Konzerne
Deutschlands Börsenschwergewichte glänzen 2017 mit Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist allerdings nicht mehr …
Halbzeitbilanz: Rekordjahr für Dax-Konzerne
Warnstreiks bei der Post in fünf Bundesländern
Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden bei der Post hat Verdi zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen war die Zustellung von Briefen und Paketen in fünf Bundesländern. …
Warnstreiks bei der Post in fünf Bundesländern
Kretschmann: Fahrverbote sind ohne Plaketten nicht zu regeln
Sind Fahrverbote zulässig, um die Luftqualität zu verbessern? An diesem Donnerstag entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Baden-Württembergs Ministerpräsident spricht …
Kretschmann: Fahrverbote sind ohne Plaketten nicht zu regeln
Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Schwangere sind nicht mehr unkündbar
Schwangere Frauen sind nicht mehr uneingeschränkt vor einer Kündigung sicher. Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sie unter bestimmten Bedingungen …
Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Schwangere sind nicht mehr unkündbar

Kommentare