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Die Beratungen über die Rettung von Opel dauern an.

Beratungen über Opel dauern an

Berlin - In Detroit wird in der Nacht der Verwaltungsrat von GM zusammen kommen, um über Opels Schicksal zu beraten. Am Dienstag gibt es dann ein Treffen in Berlin.

Der Nervenkrieg um Opel spitzt sich zu: Begleitet von politischem Druck aus Deutschland sollte der Verwaltungsrat des US-Konzerns General Motors ab Montagabend in Detroit über das Schicksal des deutschen Autobauers beraten. Am Dienstag wollen die beteiligten Unternehmen mit Vertretern von Bund und Ländern in Berlin einen Ausweg aus der verzwickten Lage suchen. Wie aus informierten Kreisen verlautete, wird der neu formierte GM-Verwaltungsrat zu seiner konstituierenden Sitzung am Montagabend um 18.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MEZ) zusammentreten.

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Ministerpräsidenten wollen Magna

Die Beratungen des Gremiums sollen am Dienstag fortgesetzt werden. Wie eine mit den Vorgängen vertraute Person der AP weiter berichtete, sollen die Ergebnisse der Beratungen vorerst nicht veröffentlicht, sondern zunächst mit der Opel-Treuhand, der Bundesregierung und der EU-Kommission besprochen werden. Während der Beratungen würden auch die Verhandlungen mit den potenziellen Opel-Investoren Magna und RHJ fortgesetzt.

Gespräche in Berlin

Die als Bieter auftretenden Unternehmen Magna und RHJ kommen am Dienstagnachmittag mit Vertretern von Bund und Ländern sowie General Motors in Berlin zu weiteren Gesprächen zusammen, wie das Wirtschaftsministerium auf AP-Nachfrage erklärte. Bei den Beratungen über die Zukunft von Opel sieht die Bundesregierung Fortschritte. Es gebe “ermutigende Signale“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Klaus Vater am Montag in Berlin. “Daraus ergibt sich eine positive Erwartung der Bundesregierung auf die Gespräche in dieser Woche“, sagte er.

GM erklärte auf Anfrage, der Konzern werde die Entscheidung über einen Investor in Abstimmung mit den Regierungen von Bund und Ländern sowie dem US-Finanzministerium vorbereiten und treffen. Die Opel-Treuhand werde die Verhandlungen mit Magna und RHJ überwachen und dem Verkauf an einen Investor zustimmen.

Guttenberg fordert finanzielle Zugeständnisse

Am Wochenende hatten sich die Ministerpräsidenten der betroffenen Bundesländer erneut für den kanadischen Zulieferer Magna als künftigem Opel-Eigner starkgemacht. Die Entscheidung könne nur für Magna fallen, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef Jürgen Rüttgers der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. “Es ist falsch, die gesamten Verhandlungen neu beginnen zu wollen.“ Ähnlich äußerten sich seine Amtskollegen aus Hessen und Thüringen, Roland Koch und Dieter Althaus.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg forderte größere finanzielle Zugeständnisse der potenziellen Investoren. Darüber werde in den kommenden Tagen in Gesprächen zwischen dem Opel-Mutterkonzern General Motors, den Bietern und den deutschen Vertretern von Bund und Ländern zu reden sein, sagte der CSU-Politiker am Wochenende. Guttenberg ist offenbar nach wie vor unzufrieden, dass Magna und RHJ sich lediglich mit 500 Millionen bezeihungsweise 275 Millionen Euro Eigenkapital an Opel beteiligen wollen. Dagegen erwartet Magna vom deutschen Staat eine Bürgschaft von 4,5 Milliarden Euro. RHJ kalkuliert mit Staatsgarantien über 3,8 Milliarden Euro.

AP

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