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Nach einem Bericht des "Spiegels" liegen Angebote für den Kauf des Nachrichtensenders N24 vor.

Bericht: Angebote für den Kauf von N24 liegen vor

München - Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat nach einem Bericht des “Spiegels“ für seinen Nachrichtensender N24 eine Reihe von Kaufangeboten erhalten.

Die Eigentümer der Nachrichtenagentur ddp, Martin Vorderwülbecke und Peter Löw, hätten ebenso eine Offerte abgegeben wie der Münchner Produzent und frühere Kirch-Manager Jan Mojto. Auch der US-Konzern News Corp. von Rupert Murdoch hat angeblich Interesse angemeldet.

Der Pressesprecher von ddp, Wolfgang Zehrt, bestätigte am Donnerstag auf Anfrage eine entsprechende Offerte von Vorderwülbecke und Löw an ProSiebenSat.1. Dagegen wollte sich eine Sprecherin von Mojtos Produktionsfirma Eos Entertainment in Oberhaching bei München nicht zu dem Bericht äußern. Auch News Corp. wollte den Bericht nicht kommentieren.

ProSiebenSat.1 betont Schweigepflicht

ProSiebenSat.1 wiederum wollte sich zu möglichen Interessenten und Kaufangeboten für N24 nicht äußern. “Ich kann dazu nichts sagen, wir sind da auch an eine Schweigepflicht gebunden“, sagte Konzernsprecher Julian Geist der dpa am Donnerstag in München. Es sei auch noch nicht klar, ob N24 überhaupt verkauft werden oder doch im Konzern bleiben soll. “Der Prozess ist immer noch völlig offen“, sagte Geist. “Wir prüfen alle Optionen.“

Im Januar war bekanntgeworden, dass der Geschäftsführer von N24, Torsten Rossmann, den Sender selbst übernehmen wollte. Um die Übernahme vorzubereiten, sei eine Beteiligungsgesellschaft geplant. “Wir glauben, dass wir das besser hinkriegen als jeder andere Käufer“, hatte Rossmann dem “Tagesspiegel“ gesagt. Der ehemalige “Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust hatte in diesem Zusammenhang sein Interesse an einer Beteiligung bestätigt.

Die genaue Zahl der Offerten ist laut “Spiegel“ nicht bekannt. Ob überhaupt ein Verkauf zustande kommt, sei zudem noch nicht entschieden.

dpa

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