Weniger Filialen

Bericht: Banken wollen 1000 Filialen in Deutschland schließen

Berlin - 2016 wollen mehrere Banken den Rotstift ansetzen: Insgesamt 1000 Filialen sollen geschlossen werden, wie das Handelsblatt berichtet.

Die deutschen Kreditinstitute haben einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr die Streichung von insgesamt rund 1000 Filialen angekündigt. Neben der von der Deutschen Bank geplanten Streichung von womöglich 200 ihrer 750 Geschäftsstellen seien auch etliche Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbank gerade dabei, ihr Filialnetz zu verkleinern, berichtete das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) unter Berufung auf eigene Erhebungen. Bei diesen Instituten registrierte die Zeitung rund 750 angekündigte Filialstreichungen.

Dem Bericht zufolge kündigten rund 60 Sparkassen seit Jahresbeginn die Streichung etwa 560 personenbesetzter Filialen an. Die Vorhaben seien teils schon umgesetzt, teils für die nächsten Jahre geplant. Laut der "Handelsblatt"-Aufstellung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, schließen zudem etwa 20 Genossenschaftsbanken zusammen knapp 200 Filialen. Gerade bei kleineren Häusern handelt es sich demnach oft um sogenannte Kleinstfilialen, die nur an wenigen Stunden pro Woche besetzt sind.

Laut "Handelsblatt" dürften die Filialschließungen mit erhöhtem Tempo weitergehen. Der Chef der Beratungsfirma Investors Marketing, Oliver Mihm, rechnet demnach damit, dass bis 2020 bei den deutschen Banken ein Fünftel der Filialen wegfällt. Beispiele für Einschnitte von 30 bis 40 Prozent bei einzelnen öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Häusern gibt es dem Bericht zufolge bereits. Trendsetter sei die Hypo-Vereinsbank - sie habe gut 40 Prozent ihrer knapp 600 Filialen geschlossen und die übrigen modernisiert.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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