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Hector Ruiz, Ex-Chef von AMD, soll eine Quelle für den Insider-Handel an der Wall Street gewesen sein.

Bericht: Ex-Chef von AMD Quelle für Insider-Ring

New York - Im spektakulären Insider-Skandal an der Wall Street ist erstmals der Name eines prominenten Spitzenmanagers aufgetaucht.

Auch der frühere Chef des US-Chipkonzerns AMD, Hector Ruiz, soll ein Informant für die illegalen Aktiengeschäfte gewesen sein, hieß es am Mittwoch in übereinstimmenden Medienberichten. Ruiz werde in dem Verfahren aber nicht selbst beschuldigt. AMD hat über eine Tochter auch einen großen deutschen Standort in Dresden. Der Name von Ruiz sei der bisher hochrangigste in der Affäre, berichtete als erstes das “Wall Street Journal“. Der 63-Jährige wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht äußern. In den Gerichtsdokumenten ist bisher nur von einem namentlich ungenannten AMD-Manager die Rede.

Zwei konkret verdächtigte Manager der IT-Riesen IBM und Intel wurden von ihren Konzernen bereits beurlaubt. Ein AMD-Sprecher sagte dem Blatt, der Konzern untersuche die Lage gründlich. Dem Unternehmen seien aber derzeit keinerlei rechtliche Vorwürfe gegen gegenwärtige oder frühere Mitarbeiter bekannt. AMD ist schärfster Rivale des weltweit führenden Chipbauers Intel. In der wohl größten Insider-Affäre eines US-Hedgefonds hatten die Behörden vor knapp zwei Wochen den Finanzmanager Raj Rajaratnam und fünf angebliche Komplizen festgenommen. Sie sollen durch vertrauliche Informationen unerlaubt Aktiengewinne von 20 Millionen Dollar (14 Mio Euro) erzielt haben. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.

Der in Sri Lanka geborene Rajaratnam ist gegen eine Kaution von 100 Millionen Dollar auf freiem Fuß. Seinen Hedgefonds Galleon Group löst er gerade auf. Ruiz habe einer Beschuldigten des Insider-Netzwerkes Informationen über eine Aufspaltung des AMD-Konzerns zukommen lassen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Person. AMD hatte seine Werke etwa in Dresden in eine eigene Firma ausgegliedert. Ruiz ist derzeit Verwaltungsratschef dieses neuen Unternehmens mit dem Namen Globalfoundries. Von 2002 bis 2008 stand er an der Spitze von AMD.

dpa

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