EU billigt Verhandlungsleitlinien für den Brexit

EU billigt Verhandlungsleitlinien für den Brexit

Ziel: Kriminelle Aktivitäten eindämmen

Bericht: EZB will 500-Euro-Schein abschaffen

Frankfurt/Main - Ein Aus für den 500-Euro-Schein wird nach Informationen des „Handelsblatts“ immer wahrscheinlicher. Eine Entscheidung soll in Frankfurt angeblich schon bald fallen. 

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) habe vor kurzem mit großer Mehrheit eine Absichtserklärung zur Abschaffung der größten Euro-Banknote getroffen, berichtete das Blatt am Montag unter Berufung auf Notenbankkreise. Die schriftlich vereinbarte Willensbekundung sei ein Fingerzeig darauf, wie eine in wenigen Monaten geplante endgültige Entscheidung ausgehen werde.

Der 25-köpfige Rat - das oberste Beschlussorgan der EZB - habe den Banknotenausschuss beauftragt, die technischen Details zu klären, wie der 500-Euro-Schein aus dem Verkehr gezogen werden könne. Der Ausschuss solle dies innerhalb von zwei bis drei Monaten klären. Die endgültige Entscheidung trifft der EZB-Rat. Eine einfache Mehrheit reiche, schrieb das Blatt.

EZB beschäftigt sich schon länger mit dem Thema 

Die EZB wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren und verwies auf eine Anhörung von Notenbankchef Mario Draghi am Nachmittag vor dem währungspolitischen Ausschuss des Europaparlaments. Das EZB-Direktorium beschäftigt sich nach früheren Aussagen Draghis schon länger mit dem Thema. Die EU-Finanzminister hatten bei ihrem jüngsten Treffen am Freitag in Brüssel deutlich gemacht, dass sie von der EZB „angemessene Maßnahmen“ mit Blick auf den 500-Euro-Schein erwarten.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist allerdings skeptisch, ob eine Abschaffung der 500ers wie auch ein Verbot größerer Bargeldgeschäfte tatsächlich kriminelle Aktivitäten eindämmen können.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Krise bei Air Berlin und Alitalia: Am Tropf der Araber
Seit Jahren ist Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft defizitär. Seitdem hängt sie finanziell am Tropf ihres Großaktionärs in Abu Dhabi. Nun droht Air Berlin das …
Krise bei Air Berlin und Alitalia: Am Tropf der Araber
Lufthansa fliegt weiter in den Irak
Frankfurt/Main - Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen vor Angriffen auf Flugzeuge im irakischen Erbil. Doch die Lufthansa bestätigt jetzt: Sie fliegt weiter dorthin.
Lufthansa fliegt weiter in den Irak
Ukrainer bewahren Polens Wirtschaft vor Katastrophe
Auf der Suche nach besser bezahlten Jobs verließen zahlreiche Polen nach dem EU-Beitritt das Land. Nun fehlt es an Arbeitskräften. Polnische Wirtschaftsvertreter hoffen, …
Ukrainer bewahren Polens Wirtschaft vor Katastrophe
Forscher: Bei Stahl-Neuordnung auch deutsche Jobs in Gefahr
Die Stahlkocher kämpfen weltweit mit massiven Überkapazitäten. Eine Neuordnung könnte auch deutsche Standorte treffen. Am 3. Mai wollen Tausende in Duisburg gegen …
Forscher: Bei Stahl-Neuordnung auch deutsche Jobs in Gefahr

Kommentare