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Gerhard Gribkowsky

Bericht: Formel-1-Anteile der Bayern LB nicht unter Wert verkauft

München - Der ehemalige Bayern LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky hat die Anteile der Landesbank an der Formel 1 einem Zeitungsbericht zufolge nicht unter Wert an den Finanzinvestor CVC verkauft.

Dennoch wollen Vorstand und Verwaltungsrat der Bank die Ermittlungen gegen den der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verdächtigen Ex-Manager intensivieren, wie die “Süddeutsche Zeitung“ (Montag) berichtete. Der Verwaltungsrat der Bayern LB habe dies anlässlich einer Sitzung am Wochenende so besprochen.

Ein Sprecher von Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) wollte sich zum Inhalt der nichtöffentlichen Sitzung nicht äußern. Fahrenschon hat den Vorsitz über das Kontrollgremium der Staatsbank. Auch Landesbank und Staatsanwaltschaft nahmen nicht Stellung.

Gribkowsky hatte den Verkauf der Bayern LB-Anteile an der Rennserie für rund 837 Millionen US-Dollar (rund 565 Millionen Euro) an den Finanzinvestor CVC eingefädelt. Die von der BayernLB beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte kommt laut “Süddeutscher Zeitung“ ebenso wie die hauseigene Revision zu dem Schluss, dass der Preis korrekt war. Die Wirtschaftsprüfer sollen demnach nun klären, ob die “Vermittelungsgebühr“ von 67 Millionen Dollar an Formel-1-Chef Bernie Ecclestone rechtmäßig war.

Gribkowsky sitzt seit Anfang Januar in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Ex-Manager für den Verkauf der Formel-1-Anteile an den von Ecclestone bevorzugten Finanzinvestor CVC insgesamt 50 Millionen Dollar am Fiskus vorbei bekommen hat.

dpa

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