Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

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Weltbild-Filiale.

Schließungen "absehbar"

Bericht: Hälfte der Weltbild-Filialen auf Prüfstand

München - Nach der Insolvenz des Weltbild-Verlags steht laut "Wirtschaftswoche" die Hälfte der Filialen auf dem Prüfstand. Bei mindestens 60 Filialen sei die Schließung "absehbar".

Weitere 40 Standorte stünden "unter Beobachtung", berichtete das Magazin am Freitag vorab unter Berufung auf das Unternehmensumfeld. Bei den 40 Filialen unter Beobachtung würden Faktoren wie Zugeständnisse bei den Mieten und die Wettbewerbsintensität am jeweiligen Standort über Schließung oder vorläufigen Weiterbetrieb entscheiden. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wollte sich gegenüber dem Blatt zu Details nicht äußern.

Der Weltbild-Verlag hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet, nachdem die katholischen Gesellschafter - darunter zwölf Bistümer - kein weiteres Geld für die Sanierung des nach Amazon zweitgrößten deutschen Online-Buchhändlers geben wollten. Vor wenigen Tagen teilten Weltbild und die Verlegerfamilie Hugendubel dann ihre bis dahin in der Holding Deutsche Buch Handels GmbH (DBH) gebündelten Filialen auf. Hugendubel führt nun seine eigenen 77 Geschäfte sowie die Weltbild-Läden in den Karstadt-Häusern.

Wie es bei Weltbild weitergeht, darüber beraten Insolvenzverwalter, Vertreter von Betriebsrat und Verdi sowie Mitarbeiter des bayerischen Arbeitsministeriums bei einem Gespräch in München.

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) macht den Beschäftigten des Weltbild-Verlags nach einem Gespräch mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, Betriebsräten und Gewerkschaftern vorsichtig Hoffnung. Sie sei nach dem Treffen „positiv“ gestimmt, erklärte Müller am Freitagnachmittag. „Alle Beteiligten haben ein gemeinsames Ziel: die Erhaltung möglichst vieler Arbeitsplätze.“

Bei Weltbild in Augsburg arbeiten etwa 2200 Menschen. Sie müssen sich aber in Geduld üben: Der Insolvenzverwalter hat die Frist für die Abgabe von Interessenbekundungen und Angeboten verlängert. „Zunächst bleiben nunmehr die Vorlage und Prüfung der konkreten Investorenangebote bis circa Ende März abzuwarten“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. „Über allem steht dabei die Verantwortung der Kirche als Gesellschafter der Verlagsgruppe für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

afp

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