Notarzt-Einsatz abgeschlossen: Weiter Beeinträchtigungen auf der Stammstrecke

Notarzt-Einsatz abgeschlossen: Weiter Beeinträchtigungen auf der Stammstrecke
+
Die HVB musste wegen der Geschäfte hohe Steuerrückzahlungen leisten und viel Geld in die Aufklärung der Fälle stecken. Foto: Andreas Gebert

Fragwürdige Aktiendeals

Bericht: HVB verklagt Ex-Vorstände auf Schadenersatz

Dubiose Cum-Ex-Aktiendeals aus früheren Jahren haben der HVB viel Ärger eingebrockt. Nun sollen nach einem Zeitungsbericht drei frühere Vorstände dafür in Haftung genommen werden.

München (dpa) - Die Hypovereinsbank hat nach einem Zeitungsbericht drei ehemalige Vorstandsmitglieder wegen fragwürdiger Aktiendeals früherer Jahre auf rund 180 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Der Aufsichtsrat werfe den drei Managern die Verletzung ihrer Vorstandspflichten vor, weil sie von 2005 bis 2008 sogenannte Cum-Ex-Aktiengeschäfte nicht unterbunden hätten, berichtete das "Handelsblatt" (Mittwoch) unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Die Bank wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren.

Bei Cum-Ex-Deals wurden Wertpapiere börsennotierter Unternehmen rund um den Dividendenstichtag rasch hintereinander zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. In der Folge wurden mehrfach Bescheinigungen über Kapitalertragssteuern ausgestellt, die gar nicht gezahlt wurden. Der Staat soll durch solche Geschäfte, die auch andere Marktteilnehmer betrieben haben sollen, um Milliarden gebracht worden sein. Erst 2012 wurde eine entsprechende Gesetzeslücke geschlossen.

Die HVB musste wegen der Geschäfte hohe Steuerrückzahlungen leisten und viel Geld in die Aufklärung der Fälle stecken. Auch verhängte die Staatsanwaltschaft Köln ein Bußgeld von 9,8 Millionen Euro. Für einen Großteil der Schäden sollten die aus HVB-Sicht verantwortlichen Vorstände nun in Haftung genommen werden, hieß es in dem Bericht. Die Klage sei bereits Ende August bei Gericht eingereicht worden.

Bereits Anfang März hatte die Zeitung berichtet, dass ein vom HVB-Aufsichtsrat in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Schluss gekommen sei, dass die Manager Risikohinweise missachtet und damit ihre Pflichten verletzt hätten und sich nun möglicherweise auf Schadenersatzforderungen einstellen müssten. Auch diesen Bericht hatte die Bank nicht kommentiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt
Es bleibt spannend: Nach jahrelangen Diskussionen nehmen sich auch die obersten Verwaltungsrichter ein paar Tage Zeit, um Klarheit zu schaffen, ob Diesel-Fahrverbote …
Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt
Dax nach Schlussspurt kaum verändert
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Leitindex Dax hat sich am Donnerstag mit einem Schlussspurt noch fast ins Plus gerettet.
Dax nach Schlussspurt kaum verändert
Eurokurs erholt sich - Dollar gibt nach
Der Eurokurs hat sich erholt. Der amerikanische Doller steht dafür unter Druck. Dämpfer dafür sind wohl die jüngsten Turbulenzen in den USA.
Eurokurs erholt sich - Dollar gibt nach
„Traktor-Kartell“: Ermittlungen gegen Baywa und Agrar-Großhändler eingestellt
Die Ermittlungen wegen illegaler Preisabsprachen bei Landmaschinen gegen Baywa und Agrar-Großhändler wurde eingestellt. In einem anderen Kartellverfahren wird dagegen …
„Traktor-Kartell“: Ermittlungen gegen Baywa und Agrar-Großhändler eingestellt

Kommentare