Gefahr an Bezahlterminals

"Massive" Schwachstelle bei Zahlung mit EC-Karten

Berlin - Beim Bezahlen mit EC-Karte gibt es einem Bericht zufolge eine "massive" Schwachstelle, die Kriminelle problemlos ausnutzen können, um sich selbst Gutschriften auszustellen.

Geschädigte sei in solchen Fällen Händler, berichtete am Dienstag der Rechercheverbund aus "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Die Schwachstellen beträfen fast alle Bezahlterminals in Deutschland und somit Einzelhändler, Hotelbetreiber und Tankstellen, sagte IT-Sicherheitsforscher Karsten Nohl dem Rechercheverbund.

Die Banken und Sparkassen wiegelten ab: Die Angriffe seien nur unter Laborbedingungen möglich, teilte der Verband Deutsche Kreditwirtschaft mit. Das Girocard-System sei sicher.

Die Kriminellen nutzen dem Bericht zufolge ein so genanntes POS-Terminal, also das Gerät an der Supermarkt-Kasse, an dem Kunden mit der EC-Karte bezahlen. POS-Terminals lassen sich demnach für wenige Euro im Monat mieten. Die Angreifer könnten das Passwort des Terminals, die Identifikationsnummer und den Verbindungsaufbau analysieren.

Mit diesen Informationen lasse sich ein Verbindungsaufbau herstellen, bei dem die Angreifer ein fremdes POS-Terminal übernehmen, hieß es. So seien sie in der Lage, sich Gutschriften auszustellen. Grundsätzlich sei es denkbar, sich mit dieser Masche von Terminal zu Terminal zu arbeiten - und so in großem Stil Geld abzuschöpfen.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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