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Beihilfe zur Steuerhinterziehung

Bericht: HSH Nordbank soll 22 Millionen Euro Bußgeld zahlen

Köln - Laut Medienberichten muss die HSH Nordbank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung einen zweistelligen Millionenbetrag bezahlen. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt.

Die HSH Nordbank muss einem Bericht zufolge wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein Bußgeld in Höhe von 22 Millionen Euro zahlen. Darauf hätten sich die ermittelnde Staatsanwaltschaft Köln und und das Geldinstitut geeinigt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf gemeinsame Recherchen mit dem NDR und dem WDR. Die frühere Luxemburger Filiale der Bank habe reichen Kunden aus Deutschland jahrelang Briefkastenfirmen aus Panama vermittelt, um ihr Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken. Gegen diese Kunden liefen nun Steuerverfahren.

Der Vorstand der Nordbank, die zu rund 85 Prozent den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, will den Aufsichtsrat dem Bericht zufolge bei dessen nächster Sitzung am 27. August über den Deal mit der Staatsanwartschaft informieren. Der Bußgeldbescheid liege noch nicht vor. Auf Anfrage der "SZ" erklärte die Nordbank, sie stehe "seit Monaten in dieser Angelegenheit in einem vertrauensvollen Dialog mit der Staatsanwaltschaft Köln".

Die Hypo-Vereinsbank hatte nach "SZ"-Informationen als erstes großes Geldinstitut in Deutschland im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft reinen Tisch gemacht und eine Strafzahlung von knapp 20 Millionen Euro akzeptiert. Die Ermittlungen gegen die Filiale der Commerzbank in Luxemburg seien noch im Gange. Dem Bericht zufolge sind mindestens drei weitere Banken im Visier der Ermittler. Die HSH Nordbank kontaktierte demnach vor einem halben Jahr die Staatsanwaltschaft und gab zu, via Luxemburg ebenfalls Kunden mit Briefkastenfirmen versorgt zu haben.

AFP

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