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Preisrückgänge beim Strom werden laut Verbraucherschützern nicht weitergegeben.

Bericht: Privathaushalte zahlen zu viel für Strom

Berlin - Die Großhandelspreise für Strom sind stark zurück gegangen, doch die Privathaushalte zahlen mehr. Grund: Die Stromkonzerne geben die Preisrückgänge nur an Konzerne weiter.

Wegen unterschiedlicher Weitergabe der Preisrückgänge im Strom-Großhandel an Privatkunden und Konzerne fordern Verbraucherschützer eine Überprüfung durch die Wettbewerbshüter. Die “Bild“-Zeitung berichtet unter Berufung auf das Verbraucherprotal verivox.de, Stromversorger hätten die halbierten Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) nur an Sondervertragskunden wie etwa Konzerne weitergegeben.

Privathaushalte müssten dagegen für Strom 5,8 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Bei den Sondervertragskunden seien die Preise laut Statistischem Bundesamt dagegen um 8,5 Prozent gesunken, schreibt die Zeitung. Verbraucherschützer bezeichneten die Preisunterschiede als stark erklärungsbedürftig. “Hier sind die Kartellbehörden gefragt“, zitiert die Zeitung den Energie-Experten der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Peter Blenkers. “Sie müssen prüfen, ob das mit rechten Dingen zugeht.“

AP

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