Vorstandschef räumt ein

Steueraffäre könnte HVB 200 Millionen kosten

München - Die HypoVereinsbank soll bei Aktiengeschäften Steuern hinterzogen haben. Das könnte das Geldinstitut nun teuer zu stehen kommen.

Vorstandschef Theodor Weimer sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch) zufolge, die Steueraffäre könnte die Bank bis zu 200 Millionen Euro kosten. Eine Anwaltskanzlei habe die Vorgänge zwischen 2005 und 2008 im Auftrag des Aufsichtsrats schon seit 2011 durchleuchtet und den Verdacht der schweren Steuerhinterziehung bei mehr als 60 Aktiengeschäften für einen vermögenden Kunden sowie im Eigenhandel der Bank erhärtet, heißt es in dem Bericht.

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hatte im vergangenen November die Münchner Zentrale und mehrere Büros der HVB durchsuchen lassen. Laut „Süddeutscher Zeitung“ wird gegen den Kunden und sechs Bankangestellte in München und London ermittelt, aber nicht gegen HVB-Vorstände. Die zur italienischen Unicredit-Bank gehörende HVB erklärte, sie arbeite konstruktiv mit den Finanz- und Ermittlungsbehörden zusammen, könne im laufenden Verfahren aber keine weiteren Auskünfte erteilen.

dpa

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