+
Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main spiegelt sicht in einer Glasfassade. Foto: Boris Roessler

Russland-Affäre

Bericht: Teilweise Entwarnung für Deutsche Bank

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank dürfte einem Zeitungsbericht zufolge bei der Bafin-Prüfung zu Geldwäsche-Vorwürfen in Russland glimpflich davonkommen. Die Untersuchungen liefen zwar noch, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" auf ihrer Website.

Es zeichne sich aber ab, dass sich die Finanzaufsicht darauf beschränken werde, dem deutschen Branchenprimus Auflagen für ein besseres Risikomanagement zu machen. Eine genaue Quelle nannte die Zeitung für ihre Informationen nicht. Sprecherinnen der Bafin und der Deutschen Bank lehnten auf Nachfrage einen Kommentar ab.

Die Deutsche Bank kämpft derzeit an zahlreichen Fronten. Die Russland-Affäre und ein Streit mit der US-Justiz wegen Hypotheken-Geschäften aus der Zeit der Finanzkrise sind dabei die dicksten Brocken. Die Aktie der Deutschen Bank fiel aus Sorge vor einer hohen Milliardenstrafe jüngst auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte. Frieden an einer Front dürfte die Anleger also zumindest etwas beruhigen. Allerdings, darauf verwies die "Süddeutsche Zeitung", gingen die Ermittlungen der US-amerikanischen und britischen Aufsichtsbehörden im Russland-Fall weiter.

Die Bafin hatte bereits im Frühjahr bei der Deutschen Bank Milde walten lassen, als die Finanzaufsicht mehrere Sonderprüfungen ohne weitere Konsequenzen für das Frankfurter Geldhaus beendete. Dabei ging es um den Libor-Skandal mit manipulierten Referenzzinssätzen, Derivategeschäfte mit der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena sowie Edelmetallgeschäfte.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Volkswagen senkt Vorstandsgehälter 
Wolfsburg - Nach dem Abgasskandal und heftiger Kritik an der Manager-Entlohnung deckelt Volkswagen die Vorstandsgehälter.
Volkswagen senkt Vorstandsgehälter 
Diese Kartoffelsalate könnten Metallteile enthalten
Braunschweig/Oberdolling - Die Firma Amberger im bayerischen Oberdolling hat Kartoffelsalate der Marken Dolli und Feldmühle zurückgerufen.
Diese Kartoffelsalate könnten Metallteile enthalten
Stada-Großaktionär AOC dringt auf maximalen Verkaufspreis
Bad Vilbel (dpa) - Der Stada-Großaktionär AOC pocht im Bieterrennen um den Pharmakonzern auf einen möglichst hohen Preis. "Wir verlangen, dass sowohl der Vorstand als …
Stada-Großaktionär AOC dringt auf maximalen Verkaufspreis
Betriebsräte wollen vor Opel-Verkauf Allianz schmieden
Rüsselsheim - Die Betriebsräte von Opel/Vauxhall wollen gemeinsam mit ihren Kollegen bei PSA für gute Bedingungen bei der geplanten Übernahme des Auto-Herstellers …
Betriebsräte wollen vor Opel-Verkauf Allianz schmieden

Kommentare