Bericht: Trödelei bei Steuerbescheinigungen

Berlin - Das Chaos um zu spät verschickte Jahressteuerbescheinigungen könnte sich in diesem Jahr wiederholen. Noch immer warten Tausende Anleger auf die Papiere. Die Frist endet allerdings im Mai.

Das ergaben Recherchen des Berliner “Tagesspiegel“. Noch immer warten Tausende Anleger auf die Aufstellungen der Gewinne oder Verluste ihrer Finanzgeschäfte, obwohl sie bis Ende Mai ihre Einkommensteuererklärungen abgeben müssen.

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So sei etwa bei der HypoVereinsbank bereits jetzt absehbar, dass Kunden in Kollision mit der Finanzamtsfrist kommen werden. “Die HVB startet in den kommenden Tagen mit dem Versand der Jahressteuerbescheinigungen 2010“, sagte ein Sprecher des Geldhauses. In den kommenden drei Monaten soll der Großteil dieser Bescheinigungen versendet sein, doch dann ist es bereits Juni und die Frist überschritten.

Kritik an der Säumnis der Banken kommt vom Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. Anders als 2010, als die Kreditinstitute mit der Umsetzung der Abgeltungssteuer zu kämpfen hatten, gebe es in diesem Jahr keinen Grund, warum die Bescheinigungen so spät kommen, sagte Verbandspräsident Wolfgang Wawro der Zeitung.

dapd

Rubriklistenbild: © Kai Remmers/dpa/tmn

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