+
VW-Produktion in Wolfsburg. Foto: Jochen Lübke/Archiv

Markt in Asien

VW prüft Billigauto Kooperation in China

Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen prüft laut einem Medienbericht eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen Billigauto-Konzern.

Die Wolfsburger sollen dazu eine Kooperation mit dem Unternehmen Great Wall erwägen, meldete das "Manager Magazin" am Mittwoch vorab unter Berufung auf Konzernkreise. Gesprochen werde dabei über Gemeinschaftspläne für günstige Modelle.

VW wollte dies nicht kommentieren: "Wir beteiligen uns grundsätzlich nicht an Spekulationen", sagte ein Sprecher. Nach Informationen des Magazins soll Vertriebsvorstand Christian Klingler das Projekt leiten. Volkswagen könne sich womöglich auch an dem börsennotierten Unternehmen aus China beteiligen. Zur Zusammenarbeit habe es bereits Gespräche mit dem Miteigentümer von Great Wall, Wei Jianjun, gegeben.

Die Niedersachsen versuchen seit längerem, mit einer eigenen Billigmarke, die vor allem auf die wachsende Mittelschicht in Südostasien, Indien und China zugeschnitten ist, weitere Marktanteile zu gewinnen.

Dafür hatte VW den früheren Opel-Chef Hans Demant verpflichtet. Verzögerungen bei dem Projekt sollen auch einer der Gründe dafür sein, dass sich Chefkontrolleur Ferdinand Piëch in einem "Spiegel"-Interview von Vorstandschef Martin Winterkorn distanzierte.

Volkswagen hatte beim Thema "Budget Car" zudem auf die Expertise des japanischen Autobauers Suzuki gesetzt. Zwischen beiden Partnern war dann aber ein heftiger Streit um den Einkauf von Motoren und Einblicke in die Modellentwicklung hochgekocht.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unternehmer Lauda greift Lufthansa wegen Niki-Übernahme an
Lufthansa wolle Nicki zerstören. Mit diesen scharfen Worten greift der frühere Rennfahrer Niki Lauda, die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa an. 
Unternehmer Lauda greift Lufthansa wegen Niki-Übernahme an
Belastetes BASF-Produkt: 90 Prozent zurückgeholt
Ludwigshafen (dpa) - In der Affäre um ein verunreinigtes BASF-Kunststoffprodukt für Matratzen und Autositze kommt die Rückholaktion des Unternehmens voran.
Belastetes BASF-Produkt: 90 Prozent zurückgeholt
Mehr Beschwerden über teure Inlandsflüge
Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen spüren wachsenden Kundenärger über starke Preissprünge bei Inlandsflügen nach der Pleite von Air Berlin. Derzeit sei "eine …
Mehr Beschwerden über teure Inlandsflüge
Protest gegen Stellenabbau bei Teva
Der Teva-Konzern aus Israel ist ein global vernetztes Unternehmen - er kontrolliert auch den deutschen Medikamenten-Hersteller Ratiopharm. Die vorgesehenen Jobkürzungen …
Protest gegen Stellenabbau bei Teva

Kommentare