Bericht: Gehaltunterschiede in West und Ost

Berlin - Auch 21 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es einem Bericht zufolge teils erhebliche Lohngefälle zwischen Arbeitnehmern in West- und Ostdeutschland. Bei diesem Beruf ist es am schlimmsten:

21 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es nach einem Bericht der “Bild“-Zeitung weiter ein Lohngefälle zwischen Arbeitnehmern in Ostdeutschland und im Westen. Das schrieb das Blatt (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Zahlen der Online-Gehaltsumfrage Lohnspiegel.de der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die Gehaltsdaten bezögen sich auf Mitarbeiter in kleineren Firmen, die keine Leitungsfunktion hätten, keine Zulagen bekämen, im Schnitt zehn Jahre Berufserfahrung besäßen und 38 Stunden die Woche arbeiteten.

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Nach der Umfrage liegen die Gehaltsunterschiede im Durchschnitt bei 17 Prozent. Besonders hoch sei das Lohngefälle bei Fräsern. Während im Westen im Schnitt 2425 Euro im Monat gezahlt würden, liege das Durchschnittsgehalt im Osten bei 1631 Euro. Damit verdienten Arbeitnehmer im Osten 33 Prozent weniger als ihre Kollegen in Westdeutschland. Nur in zwei der untersuchten 100 Berufe lägen die Ost-Löhne über den West-Löhnen.

Die Lohnunterschiede erklärt Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs der Böckler-Stiftung, mit strukturellen Unterschieden. “Hauptgrund für die niedrigeren Ost-Gehälter ist die geringe Tarifbindung der ostdeutschen Firmen. Zudem gibt es im Osten weniger große Betriebe. Je kleiner, desto geringer in der Regel die Bezahlung“, so Bispinck.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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