Air Berlin einigt sich mit Gewerkschaften auf Tarifverträge

Berlin - Die Fluggesellschaft Air Berlin hat sich eigenen Angaben zufolge erstmals mit den Gewerkschaften auf Gehalts- und Manteltarifverträge geeinigt.

Die Verträge für die Piloten seien mit der Vereinigung Cockpit (VC) und diejenigen für die Flugbegleiter mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgeschlossen worden, teilte Air Berlin mit. Die Verträge sollten rückwirkend ab 1. August laufen und sich an den derzeitigen tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Air Berlin orientieren. Die Gehaltstarifverträge laufen den Angaben zufolge bis Ende 2008, die Manteltarifverträge bis Ende 2009.

Laut Air Berlin besteht auch "Einvernehmen über die Aufnahme von Verhandlungen zur Etablierung einer Arbeitnehmervertretung für das Cockpitpersonal". Air-Berlin-Chef Joachim Hunold hatte Gewerkschaften und Betriebsräte in der Vergangenheit für sein Unternehmen abgelehnt.

Nach der Übernahme der dba durch Air Berlin im vergangenen Jahr hatte er die für die dba-Mitarbeiter geltenden tariflichen Vereinbarungen jedoch zunächst akzeptieren müssen. Inzwischen wurde die dba in Air Berlin integriert. Air Berlin beschäftigt eigenen Angaben zufolge derzeit 805 Piloten und 1442 Flugbegleiter.

Derzeit läuft die kartellrechtliche Prüfung für die Übernahme des Ferienfliegers LTU durch Air Berlin. Die LTU-Piloten hatten am Montag für unbefristete Streiks gestimmt.

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