Schluss mit ekligen Bildern

Schockfotos auf Zigarettenschachteln: Start-Up-Gründer hat Alternative

Berlin - Kreativ! Ein 21-jähriger Start-Up-Gründer bietet eine Lösung für alle Hasser der Schockfotos auf Zigarettenpackungen: Einsteckkarten, die mit lustigen Sprüchen und schönen Bildern verziert sind.

Jeder weiß, dass Rauchen schädlich ist. Trotzdem wird auf jeder einzelnen Packung vor den Folgen der Qualmerei gewarnt, seit Mai 2016 sogar mithilfe sogenannter "Schockbilder". Jeder dürfte sie bereits gesehen haben: Die Bilder von Leichen, abgefaulten Zähnen und schwarzen Lungen. Es stimmt: Eine Wohltat ist es nicht, sie ansehen zu müssen. Ob die Konfrontation mit den Ekel-Fotos jedoch eine Wirkung entfalten wird, muss sich erst noch zeigen.

Samuel Hummel (21) aus Berlin hat nun eine Idee, wie er mit dem Ekel-Faktor der Bilder Geld verdienen kann. Raucher, die sich vom Staat bevormundet fühlen, sollen eine kreative und ästhetische Alternative haben, um die gruseligen Bilder auf den Schachteln nicht mehr ertragen zu müssen: Einsteckbilder mit lustigen Sprüchen sollen die Rettung sein.

"Rauchen verursacht 9 von 10 Freundschaften"
"Rauchen hilft gegen Verstopfung"
"Ich könnte aufhören, aber aufgeben war noch nie mein Ding."

Dabei ist die Gestaltung der Bilder an die originalen Packungs-Designs angepasst. Man bemerkt so erst auf den zweiten Blick, dass es sich um Parodien der eigentlichen Schockbilder handelt.

Mit seiner Firma will Samuel Hummel nach eigenen Angaben vor allem eins: Den Rauchern ihre Selbstbestimmung zurückgeben. Dabei ginge es ihm keinesfalls darum, das Rauchen zu beschönigen. Er selbst wünsche sich, dass in zehn Jahren niemand mehr raucht. Bis dahin bieten die lustigen Einsteckkarten jedenfalls jedem überzeugten Raucher eine Möglichkeit, eigenen Bastelaufwand zu vermeiden und die ekligen Bilder im Alltag loszuwerden.

Rubriklistenbild: © Facebook/ CipeeCard

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

KMW-Chef: Milliarden-Geschäft mit Panzern und Artillerie
Berlin (dpa) - Der Panzerbauer Krauss-Maffei-Wegmann rechnet angesichts der wachsenden Zahl von Auslandseinsätzen und neuer Spannungen mit Russland mit Rüstungsaufträgen …
KMW-Chef: Milliarden-Geschäft mit Panzern und Artillerie
Monsanto-Deal: Bayer verkauft weitere Geschäfte an BASF
Der Monsanto-Kauf durch Bayer rückt näher. Für den 62,5 Milliarden Euro teuren Deal gibt es von den Kartellbehörden strenge Auflagen, die der Konzern nun nach und nach …
Monsanto-Deal: Bayer verkauft weitere Geschäfte an BASF
EU-Kommission will Anzahl der Grenzschützer mehr als verfünffachen
Die Anzahl der Frontex-Mitarbeiter soll mehr als verfünffacht werden. Das will die EU-Kommission in den nächsten Haushaltsplanungen vorschlagen.
EU-Kommission will Anzahl der Grenzschützer mehr als verfünffachen
Kering besiegelt weitgehenden Ausstieg bei Puma
Der französische Konzern mit Marken wie Gucci und Brioni will zum reinen Luxus-Player werden. Die Sportmarke Puma passt da nicht mehr ins Profil.
Kering besiegelt weitgehenden Ausstieg bei Puma

Kommentare