Ministerium lehnt EU-Pläne ab

Streit um "Made in Germany"

Berlin - Um Produktlabel wie „Made in Germany“ gibt es neuen Streit zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung. Das Wirtschaftsministerium lehnt die Pläne aus Brüssel ab.

Das Wirtschaftsministerium lehnt Pläne ab, Herkunftsnachweise für Produkte zur Pflicht zu machen und bisher freiwillige Angaben wie das Gütesiegel „Made in Germany“ künftig vorzuschreiben. Befürchtet würden neue Bürokratielasten für Unternehmen, bestätigte eine Sprecherin am Sonntag einen Bericht des Magazins „Focus“.

Ein Ursprungsnachweis bedeute vor allem für die stark international engagierten deutschen Hersteller hohen zusätzlichen Aufwand und Mehrkosten. Denn bei Produktionsstandorten im Ausland oder Zulieferungen müsste für jeden Fall umständlich geklärt und gekennzeichnet werden, welcher Ursprungsort jeweils gilt.

Deutschland wäre als größtes Export- und Importland der EU besonders betroffen, hieß es. Für die Verwendung des Gütezeichens „Made in Germany“ sollte weiter das bewährte Kriterium der letzten wesentlichen Be- oder Verarbeitung in Deutschland gelten: „Ziel ist es, das bewährte Gütesiegel "Made in Germany" zu erhalten und Bürokratiekosten durch verpflichtende Herkunftsangaben, wie sie die EU-Kommission vorgeschlagen hat, zu vermeiden.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Aufregung um deutsche Autobauer: Einem Medienbericht zufolge durchsuchen Ermittler Räumlichkeiten von BMW. Der Grund: Kartellvorwürfe.
Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenschluss doch noch der Mut verlassen. Ungeachtet neuer Rekorde an den US-Börsen gab der Dax …
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Madrid (dpa) - Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt. Diese Zahl …
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
Nach der Vereinbarung mit Lufthansa wird die Zeit für den Verkauf der übrigen Air-Berlin-Teile knapp. Mit Easyjet wurde die insolvente Fluggesellschaft bislang nicht …
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen

Kommentare