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Die Fluggesellschaft Air Berlin hat im zweiten Quartal 33 Prozent mehr Gewinn eingeflogen.

Air Berlin kann Gewinn um 33 Prozent steigern

Berlin - Trotz gesunkener Reiselust in der Wirtschaftsflaute hat die Fluggesellschaft Air Berlin im zweiten Quartal 33 Prozent mehr Gewinn eingeflogen.

Deutschland zweitgrößte Fluggesellschaft konnte den Betriebsgewinn (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 13,2 auf 17,6 Millionen Euro steigern, wie Air Berlin am Dienstag mitteilte. Nach dem Abbau defizitärer Strecken sank aber der Umsatz um 3,8 Prozent auf 836,2 Millionen Euro.

Den Nettogewinn im zweiten Quartal wies Air Berlin mit 7,1 Millionen Euro aus, nach 7,8 Millionen Euro im Vergleichsquartal. Die Zahl der Fluggäste schrumpfte um 5,5 Prozent auf 7,245 Millionen. “Das ist ein kleinerer Rückgang als es der europäische Branchenschnitt ausweist“, erklärte die Fluggesellschaft. Im ersten Halbjahr 2009 wurden 5,8 Prozent weniger Passagiere befördert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Wegen der gesunkenen Nachfrage wurden vor allem im Europa-Linien- und Interkontinental-Geschäft Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Die Auslastung der 128 eingesetzten Flugzeuge sank um 2,3 Prozentpunkte auf 74,8 Prozent. Der Konzernumsatz ging leicht von 1,53 auf 1,522 Milliarden Euro zurück.

Air-Berlin-Chef Joachim Hunold sagte, trotz eines herausfordernden Marktumfeldes sei es der Fluggesellschaft gelungen, ihre relative Marktstellung im Europaverkehr zu verbessern. Durch verschiedene Kapitalmaßnahmen hätten Eigenkapitalposition und Liquidität verbessert und die Nettoverschuldung spürbar abgebaut werden können. “Wir sind mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres zufrieden“, sagte Hunold.

Im zweiten Halbjahr rechnet Air Berlin wegen der nach wie vor schwachen Nachfrage mit einer sinkenden Platzauslastung, aber bei stabilen Preisen, wie Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer sagte. Er sei zuversichtlich, dass die Kerosinrechnung für 2009 geringer ausfalle als 2008. Bis Ende Juni sank sie um sechs Millionen auf 366 Millionen Euro. Die Eingliederung der Tochter LTU sei ausgesetzt, sagte Hunold. “Die Integration darf nicht teurer werden als die Synergieeffekte.“

Der angestrebte Verkauf der Tochter Leisure Cargo GmbH (Düsseldorf) liegt nun auf Eis, da vorerst kein angemessener Preis geboten wurde. Air Berlin bestätigte, dass die vereinbarte Überkreuzbeteiligung mit der Fluggesellschaft Tuifly auf jeweils 9,9 Prozent begrenzt werden könnte. Hintergrund sei die Prüfung der zunächst auf bis zu 19,9 Prozent angelegten Verflechtung durch das Bundeskartellamt. Die Partnerschaft soll bei einem positiven Bescheid zum 25. Oktober umgesetzt werden.

ap

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