Berlin weist Kritik an Exportmacht zurück

Berlin - Die Bundesregierung hat Kritik der französischen Finanzministerin Christine Lagarde an der Exportstärke und Wirtschaftspolitik Deutschlands zurückgewiesen.

Lagarde hatte in einem deutlichem Appell Berlin aufgefordert, die Binnennachfrage zu stärken und den hohen Handelsüberschusses abzubauen, um so die Wettbewerbsfähigkeit der anderen Euro-Länder zu stärken. Die deutsche Exportstärke schade die schwächeren Staaten.

Lesen Sie auch:

Deutschland soll beim Export fair spielen

Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans sagte dazu am Montag in Berlin, notwendig sei eine gemeinsame Wachstumsstrategie und eine Harmonisierung der Wettbewerbsfähigkeit. Andere Länder sollten dabei ähnlich wettbewerbsfähig werden wie Deutschland. Es sei weniger gewinnbringend, wenn sich einzelne Länder künstlich zurückhielten.

Deutschland sei ein Land, in dem Löhne und Konsum nicht vom Staat festgelegt würden. Auch könne die Exportwirtschaft nicht angehalten werden, mehr unattraktive Güter herzustellen. Deutschland habe einen starken und innovativen Mittelstand. Die Frage sei daher eher, wie andere Länder dies ebenfalls erreichen könnten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weltgrößte Wassersport-Messe "Boot" eröffnet
Düsseldorf - Über 1800 Aussteller aus 70 Ländern präsentieren in Düsseldorf auf der weltgrößten Wassersportmesse „Boot“ wieder ihre Produkte vom Surfbrett bis zur …
Weltgrößte Wassersport-Messe "Boot" eröffnet
Müller: BER-Eröffnung kann 2017 "nicht mehr funktionieren"
Nun wird allmählich offiziell, was sich schon länger andeutete: Mit dem neuen Hauptstadtflughafen wird es auch 2017 nichts.
Müller: BER-Eröffnung kann 2017 "nicht mehr funktionieren"
Nach Trump-Party: Euphorie an der Börse schwindet
Frankfurt/Main - Nach dem Wahlsieg von Donald Trump sind die Aktienkurse in die Höhe geschossen. Doch nun kommen bei Anlegern die Sorgen zurück. Denn niemand weiß genau, …
Nach Trump-Party: Euphorie an der Börse schwindet
Reisebüros fürchten um Geschäft durch neues Reiserecht
Berlin (dpa) - Reisebüros protestieren gegen die geplanten Änderungen des Reiserechts. Etwa 68.000 Briefe und E-Mails haben sie nach einem Aufruf des Branchenverbands …
Reisebüros fürchten um Geschäft durch neues Reiserecht

Kommentare