Bernhard: VW muss billigere Autos bauen

- Wolfsburg - Nach der Meinung von VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard sind Produktqualität und Kosten wesentliche Schwachpunkte des Unternehmens, die aufgearbeitet werden müssten.

"Nur so ist unser Markenversprechen einzulösen: Volkswagen sind preiswert, das Volk kann sich unsere Autos leisten", sagte Bernhard in einem Interview. "Wir müssen weiter daran arbeiten, dass unsere Autos bezahlbar sind."

Hintergrund dieser Forderungen könnte auch sein, dass Konkurrent Opel im Jahr 2005 auf Volkswagen aufgeholt hat und nach eigenen Angaben den zweiten Platz auf dem deutschen Markt zurückeroberte.

Insgesamt will Opel die Verkäufe im Gesamtjahr von 335 000 auf 348 000 Wagen gesteigert haben. Damit hätte Opel rund 6000 Fahrzeuge mehr abgesetzt als der bisherige zweite, Mercedes. Der Marktanteil von Opel soll 2005 von 10,24 Prozent im Vorjahr auf 10,48 Prozent gestiegen sein.

Der Konkurrenz will VW nach Angaben von Vorstand Bernhard auch begegnen, indem innovativere Fahrzeuge entworfen werden: "Die Kreation neuer Dinge muss im Mittelpunkt stehen, der Kostenaspekt allein wäre viel zu wenig", sagte der Automarken-Manager.

Die Stärke der Marke VW sei ungebrochen. Der Absatz sei 2005 gestiegen, aber der Gewinn falle "völlig enttäuschend" aus. "Das können wir als Großunternehmen auf die Dauer so nicht durchhalten." Das Unternehmen und die Arbeitsplätze seien unsicher, wenn sich dies nicht ändere. Der Aufwand sei in der Produktion doppelt so hoch wie bei den besten Wettbewerbern, bemängelte Bernhard.

Bei der Sanierung des ertragsschwachen Autobauers sieht er erst in fünf Jahren "Licht am Ende des Tunnels". Erst dann werde es ein zufriedenstellendes Ergebnis bei VW geben, vermutet Bernhard. Bis 2008 will Volkswagen das Vorsteuerergebnis um vier Milliarden Euro verbessern. Dazu will der Konzern mehrere tausend Stellen streichen, betriebsbedingte Kündigungen soll es jedoch nicht geben.

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