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Bertelsmann will den Umsatz deutlich steigern.

Neue Geschäfte

Bertelsmann investiert Milliarden

Berlin - Der Medienriese Bertelsmann macht beim Gewinn einen Sprung, doch der Umsatz wächst kaum. Milliarden-Investitionen sollen das ändern.

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann will Milliarden in das Bildungsgeschäft und andere Wachstumsfelder stecken und so den Umsatz wieder ankurbeln. Die Erlöse stiegen 2013 nur um 1,8 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro, während der Gewinn einen Sprung um 42 Prozent auf 870 Millionen Euro machte.

„Für 2014 rechnen wir mit einer deutlichen Umsatzsteigerung“, sagte Vorstandschef Thomas Rabe am Mittwoch in Berlin. Der werde deutlich über 17 Milliarden Euro liegen. Auch das Konzernergebnis, das 2013 stark vom deutschen Fernsehgeschäft getrieben wurde, werde wachsen.

Vor allem das Bildungsgeschäft wolle das Unternehmen in den nächsten Monaten beträchtlich ausbauen, teilte die Bertelsmann SE & Co. KGaA (Gruner + Jahr, RTL Group, Arvato, Penguin Random House) mit. Zudem wird die Musikrechtetochter BMG auf den chinesischen Markt gehen. Bereits 2013 seien zwei Milliarden Euro investiert worden.

„Fifty Shades“ sorgt für gute Zahlen

Erwachsenenbildung sieht Vorstandschef Rabe als wichtiges Wachstumsfeld an - konkret Online-Studiengänge, Dienstleistungen für Hochschulen und medizinische Bildung. „Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften steigt. Von den USA bis nach China sind die Menschen bereit in ihre Bildung und Ausbildung zu investieren.“ In den nächsten drei bis fünf Jahren erwartet Rabe im Bildungsbereich eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Umbau beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr zeige Wirkung, sagte der Vorstandschef. „Das zeigt sich an den Auflagen.“ Er gehe davon aus, dass G + J sich in den nächsten zwei Jahren stabilisieren werde. Das Ergebnis sei 2013 positiv gewesen und werde es auch 2014 sein.

Vom Fesselsex-Bestseller „Fifty Shades“ profitiert der weltgrößte Buchverlag Penguin Random House nach den Worten von Geschäftsführer Markus Dohle noch immer, wenn auch deutlich geringer als 2012. „Wir freuen uns auf die Veröffentlichung des Films am Valentinstag 2015.“ Dies werde die Buchverkäufe voraussichtlich erneut antreiben. Große Teile der Bevölkerung seien schließlich noch nicht mit dem Buch versorgt, so Dohle.

dpa

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