Bertelsmann kauft sich vom Börsengang frei

- Gütersloh (dpa) - Im Milliardenspiel um einen Börsengang von Europas größtem Medienkonzern Bertelsmann sind die Würfel gefallen. Mit einer Offerte in Höhe von 4,5 Milliarden Euro hat die Bertelsmann AG den Gang aufs Parkett abgewendet und sich mit Minderheitsaktionär Groupe Bruxelles Lambert (GBL) geeinigt. Der Rückkauf des 25,1-Prozent-Paketes soll zum 1. Juli vollzogen werden, teilte Bertelsmann mit.

Die Familie von Firmenpatriarch Reinhard Mohn wird damit in eigenen Anteilen (25 Prozent) und über die Bertelsmann Stiftung (75 Prozent) wieder 100 Prozent des Konzerns kontrollieren.

Bertelsmann will den Rückkauf mit Hilfe der Veräußerung des Musikverlages BMG Music Publishing schultern. Der Verlag soll ab Juni bei einer Auktion meistbietend versteigert werden. Der Wert wird auf rund 1,3 Milliarden Euro taxiert. Ein weiterer Teil des Geldes soll aus dem laufenden Geschäft genommen werden, kündigte Vorstandsvorsitzender Gunter Thielen an.

Weitere Veränderungen im Portfolio seien noch "nicht spruchreif geplant", sagte Thielen. An einen Verkauf der 50-Prozent-Beteiligung an der weltweit zweitgrößten Plattenfirma Sony BMG (New York) werde nicht gedacht.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax kämpft sich wieder über 13 000 Punkte
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist zögerlich über die 13 000-Punkte-Marke zurückgekehrt. Weil Anleger vor wichtigen Terminen im weiteren Wochenverlauf …
Dax kämpft sich wieder über 13 000 Punkte
Lufthansa warnt vor möglichen Engpässen nach Air-Berlin-Ende
Berlin/Frankfurt (dpa) - Flugreisende müssen sich angesichts des Endes von Air Berlin nach Einschätzung der Lufthansa auf Engpässe an manchen Strecken einstellen.
Lufthansa warnt vor möglichen Engpässen nach Air-Berlin-Ende
Gericht streicht Teil der Anklagepunkte gegen Schlecker
Stuttgart (dpa) - Im Prozess gegen Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker ist die Liste der Vorwürfe ein Stück kürzer geworden. Wie erwartet stellte das Gericht das …
Gericht streicht Teil der Anklagepunkte gegen Schlecker
Audi, VW und BMW im Visier: Besuch von Fahndern der EU-Kommission
Nach BMW bekommen nun auch Daimler, VW und Audi Besuch von Fahndern der EU-Kommission. Es geht um den Verdacht, dass es jahrelang wettbewerbswidrige Absprachen gab.
Audi, VW und BMW im Visier: Besuch von Fahndern der EU-Kommission

Kommentare