Beschäftigte bei Wacker verzichten auf Gehalt

- München/Burghausen - Der Chemie-Konzern Wacker will mit Hilfe eines Gehaltsverzichts der Beschäftigten beim Stellenabbau im Werk Burghausen ohne Kündigungen auskommen. Mit Betriebsrat und Gewerkschaft sei für die 3000 Beschäftigten der Wacker Siltronic in Burghausen eine Absenkung des Tarifentgelts um fünf Prozent in den Jahren 2004 bis 2008 vereinbart worden, teilte das Unternehmen mit.

<P>Das Weihnachtsgeld wird außerdem in den nächsten drei Jahren um 60 Prozent gekürzt. In Burghausen sollen in den kommenden beiden Jahren 260 Arbeitsplätze "sozialverträglich" über die normale Fluktuation gestrichen werden.</P><P>"Wir haben gezeigt, dass wir als Gewerkschaft bereit sind, flexible und individuelle Konzepte zu erarbeiten und auch schmerzhafte Einschnitte mitzutragen, wenn dies im übergeordneten Interesse der Beschäftigten ist", sagte Uwe Fritz, Bezirksleiter der zuständigen IG Bergbau, Chemie, Energie.</P><P>Der Wacker-Konzern hatte angekündigt, wegen des Preisdruckes in der Branche die Produktion von 200-Millimeter-Silizium-Scheiben nach Asien zu verlagern. Als Konsequenz wird trotz massiven Protests vor Ort die Produktion in Wasserburg zum 1. Juli 2004 aufgegeben. Dort sind 350 Arbeitsplätze betroffen. Für Burghausen hatte Wacker ursprünglich die Streichung von 450 Arbeitsplätzen angekündigt. Wegen der verbesserten Auftragslage in den vergangenen Wochen würden aber voraussichtlich nur 260 Stellen wegfallen, hieß es nun. Dabei will Wacker die Fluktuation nutzen und Betroffenen andere Arbeitsplatzangebote machen.<BR></P>

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