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Beschäftigung in Bayern: Arbeitslosigkeit unter fünf Prozent

Nürnberg - Dank der guten Konjunktur ist die Zahl der Arbeitslosen in Bayern im September um 17 300 auf 316 000 gesunken. Das waren 84 100 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 4,8 Prozent zurück. Sie erreichte damit den niedrigsten Wert seit Juli 2001. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 6,1 Prozent gelegen.

"Eine positive Entwicklung ist im September regelmäßig zu beobachten", kommentierte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Andreas Stöhr. Allerdings sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat so stark zurückgegangen wie seit 1991 nicht mehr in einem September. "Das zeigt, dass der saisonale Einfluss durch eine kräftige konjunkturelle Komponente ergänzt wird", erklärte Stöhr.

Parallel dazu sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresverlauf deutlich gestiegen, teilte die Regionaldirektion mit. Zuletzt (im Juli) lag die Zahl mit 4,417 Millionen um 98 000 über dem Vorjahreswert. Nach dem Ende der Sommerferien hätten die Unternehmen erneut eingestellt. Vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Bereich Vermietung und Unternehmens-Dienstleister (dazu zählt auch die Zeitarbeit) hätten zu dem Zuwachs beigetragen. Dagegen ging der Jobabbau bei Banken und Versicherungen weiter. Auch die öffentliche Verwaltung baute Stellen ab.

Die Jugendarbeitslosigkeit sei im September erwartungsgemäß stark gesunken, berichtete die Regionaldirektion. Viele arbeitslos gemeldete Jugendliche nahmen eine schulische oder betriebliche Ausbildung auf. Im September waren noch 42 000 junge Männer und Frauen unter 25 Jahren ohne Job, das waren 7400 oder 15 Prozent weniger als im August.

Im vergangenen Monat wurden den Agenturen für Arbeit 29 200 Stellenangebote gemeldet, ein Zuwachs um 7,5 Prozent im Jahresvergleich. Gut ein Drittel entfiel auf Zeitarbeitsunternehmen. Daneben boten der Handel und das Verarbeitende Gewerbe die meisten Stellen an. Einen Zuwachs gab es auch im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen. Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der gemeldeten Stellen dagegen im Baugewerbe.

Arbeitsministerin Christa Stewens erklärte, der bayerische Arbeitsmarkt präsentiere sich weiter in Bestform. Vom Aufschwung hätten im September vor allem junge Arbeitssuchende profitiert. Auch bei den Langzeitarbeitslosen gehe der Abbau der Erwerbslosigkeit voran. In vier der sieben bayerischen Regierungsbezirke - darunter Oberbayern - lag die Arbeitslosenquote im September unter der Fünf-Prozent-Marke. Die Agenturen in Freising und Ingolstadt weisen mit 2,8 beziehungsweise 3,0 Prozent die niedrigste Quote auf. 

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