Beschäftigungspakt bei Audi geschlossen

- Ingolstadt - Die Volkswagen-Tochter Audi hat sich mit dem Betriebsrat auf einen Beschäftigungspakt für ihre rund 45 000 Mitarbeiter geeinigt. Konkrete Details sollten an diesem Freitag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentiert werden, teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft IG Metall am Mittwoch in München und Ingolstadt mit. Eine Unternehmens-Sprecherin wollte daher am Mittwoch nicht näher auf die Inhalte der Vereinbarung eingehen, die den Namen "Zukunft Audi - Leistung, Erfolg, Beteiligung" trägt. Es war aber bereits von einer teilweisen Verlängerung der Arbeitszeiten die Rede.

Bereits am Vortag hatte die Gewerkschaft IG Metall von einer Arbeitsplatzgarantie bis 2011 gesprochen. Dies sei ein Meilenstein für die angestrebte Gesamtvereinbarung mit dem Betriebsrat und der IG Metall gewesen, erklärte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. Eine Ausgliederung sei zudem vom Tisch, alle Arbeitnehmer sollten in der Audi AG beschäftigt bleiben und bereits ausgegliederte Bereiche wieder in die AG zurückgeführt werden. Auch die betriebliche Berufsausbildung bleibe Bestandteil des Unternehmens.<BR><BR>Bei den Einkommen ist nach Gewerkschaftsangaben eine Entgeltlinie für die Monats- und Jahresentgelte vereinbart worden. "Diese liegt oberhalb der Einkommen in den Flächentarifverträgen", erklärte die IG Metall, ohne Details zu nennen. Zugeständnisse habe man teils bei den Arbeitszeiten machen müssen, räumte die Gewerkschaft ein. Die Wochenarbeitszeit von Dienstleistungsbereichen des Unternehmens werde bis 2007 stufenweise auf 37 Stunden angehoben. Dem Vernehmen nach könnten davon rund 1000 der Beschäftigten betroffen sein.

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