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Bisher müssen Steuererklärungen bis spätestens 31. Mai des Folgejahres abgegeben werden.

Wer zu sehr trödelt, wird zur Kasse gebeten

Beschlossen! Das ändert sich bei der Steuererklärung

Berlin - Bürger erhalten mehr Zeit für die Abgabe ihrer Steuererklärung, müssen im Gegenzug bei verspäteter Einreichung aber mit Strafen rechnen.

Der Bundestag hat neue Regeln für die Steuererklärung beschlossen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag gegen die Stimmen der Opposition für einen Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums, der unter anderem vorsieht, dass Steuererklärungen künftig vollständig online bearbeitet und eingereicht werden können. So sollen sowohl Bürger als auch Finanzbeamte entlastet werden.

Ziel der Neuerungen ist es, dass künftig bis zur Hälfte aller Steuererklärungen übers Internet eingereicht werden. Dies bleibt aber freiwillig - wer die Papierform bevorzugt, kann dabei bleiben. Die Einsendung von Belegen ist nicht mehr nötig, das Finanzamt kann sie aber bei Bedarf anfordern. Die Übersendung soll auch in diesem Fall elektronisch erfolgen.

Neu ist zudem, dass Bürger, die ihre Steuererklärung mit erheblicher Verspätung einreichen, einen Verspätungszuschlag in Höhe von 25 Euro pro Monat zahlen sollen. Individuelle Fristverlängerungen können allerdings beantragt werden. Zugleich wird die Frist zur Abgabe der Steuererklärung von Ende Mai auf Ende Juli des Folgejahres verlängert.

In Kraft treten soll der Großteil der neuen Regeln zum 1. Januar 2017. Die nötigen technischen Umstellungen brauchen allerdings Zeit; sie sollen erst 2022 abgeschlossen sein.

afp

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