Beschluss über Airbus-Transporter soll 10 000 Arbeitsplätze sichern

- Berlin - Der Riesen-Airbus bringt Jobs. Die Anschaffung des Transportflugzeuges A 400M als eines der größten Rüstungsprojekte der Bundeswehr wird in Deutschland 10 000 Arbeitsplätze sichern. Die deutschen Streitkräfte bekommen mit dem Airbus eines der modernsten Transportflugzeuge der Welt. Der Kauf sei Teil der Neuausrichtung der Streitkräfte mit internationalen Aufgaben, sagte Verteidigungsminister Peter Struck (SPD).

<P>Für 8,3 Milliarden Euro werden von 2010 an 60 Flugzeuge dieses Typs ausgeliefert. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte mit Zustimmung der Union nach jahrelangem Streit den Weg für die Anschaffung frei gemacht, die ursprünglich aus 73 Flugzeugen bestehen sollte. Damit werde die Bundeswehr die für den operativen Bedarf und ihre internationalen Verpflichtungen gegenüber der Nato und der Europäischen Union dringend erforderlichen Kapazitäten nachhaltig verbessern, sagte der Minister.<BR><BR>Außer Deutschland als größtem Abnehmer sind die Bündnispartner Frankreich (50), Großbritannien (25) sowie Belgien, Luxemburg, Spanien und die Türkei an dem Projekt beteiligt. Der Gesamtumfang der Airbus-Transporter beträgt 180 Stück. Der A400M wird bei den Bundeswehr die über 30 Jahre alte "Transall" ersetzen. Der Flugbetrieb mit zunächst zwölf Maschinen soll 2012 aufgenommen werden.<BR><BR>Das Flugzeug-Triebwerk wird in Europa vom Konsortium Euro-Prop International (EPI) gebaut. Deutscher Partner ist das Unternehmen MTU. Zusammen Rolls-Royce Deutschland werden nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) rund 800 Triebwerke bei MTU in Ludwigsfelde nahe Potsdam (Brandenburg) gebaut. Beteiligt an der Konstruktion sind außerdem die französische Snecma und Spaniens ITP.<BR><BR>BDLI-Präsident Rainer Hertrich sagte: "Die A400M-Entscheidung setzt ein positives Signal für die europäische und insbesondere für die deutsche Luftfahrtindustrie." Profitieren werde auch der Mittelstand. Als Zulieferer seien etwa 65 deutsche Unternehmen an dem Rüstungsprojekt beteiligt. Der Haushaltsausschuss hatte am Mittwochabend einstimmig für das Projekt votiert. Der Vertrag mit der Industrie und den Partnerländern soll am 27. Mai unterzeichnet werden.<BR><BR>Die Union habe im Ausschuss "mit erheblichen Bauchschmerzen" der Beschaffung zugestimmt, betonte der haushaltspolitische Sprecher der Union, Dietrich Austermann am Donnerstag. Grund sei die Notwendigkeit einer eigenen Lufttransportkapazität. Außerdem habe die Opposition wesentlich dazu beigetragen, dass die Deutschen doch noch am Triebwerksauftrag Anteil hätten. <BR>Kritik gab es an der vorgesehenen Finanzierung: Die Zahlung bei Lieferung sei problematisch, weil sie keine entwicklungsbegleitende Kontrolle zulasse. Die von Austermann kritisierte Preisgleitklausel begründete Struck mit einer geringeren Belastung des Haushalts.<BR></P>

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