Bessere Aussichten für Lehrlinge: Mehr Betriebe bilden aus

- München - Die Zahl der ausbildenden Betriebe hat in Bayern binnen eines Jahres stark zugenommen. 35 % der Unternehmen im Freistaat stellen Lehrlinge ein. Vor einem Jahr waren es nur rund 30 %. Trotzdem gibt es angesichts der Lehrstellen-Knappheit noch gewaltiges Potenzial: Fast jeder dritte Betrieb bildet nicht aus, obwohl er dürfte. Das geht aus dem "IAB-Betriebspanel" für 2002 hervor, einer Umfrage zu Beschäftigungstrends.

<P>Die jährliche Befragung, deren Detail-Ergebnisse im Herbst vorgestellt werden sollen, berichtet von einer deutlichen Verbesserung. Vor allem die kleineren Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern beschäftigen Lehrlinge. Darunter immer mehr Mädchen: Der Frauenanteil liegt in Bayern bei überdurchschnittlichen 47 %.</P><P>Wer als Lehrling eine Stelle hat und sich bewährt, kann mit einer Übernahme rechnen. Fast zwei Drittel der Auszubildenden werden in ihrem Unternehmen übernommen, deutlich mehr als noch 2001. Vor allem in den ganz kleinen Betrieben sind die Aussichten sehr gut. Auffällig ist: Im Bereich Handel und Reparatur werden Frauen viel seltener übernommen als Männer.</P><P>Die besten Übernahme-Chancen haben Azubis laut der Studie in den öffentlichen Verwaltungen - dort gibt es allerdings vergleichsweise wenig Lehrlinge. Jede zweite Verwaltung bildet nicht aus. Bayerns Arbeitsministerin Christa Stewens fordert hier mehr Engagement: "Das Argument knappe Kassen lassen wir nicht gelten." Sie appelliert an alle nicht ausbildenden Betriebe, Stellen zu schaffen. Mit Strafabgaben will sie jedoch nicht drohen. Das sei der falsche Weg, sagte die Ministerin.<BR></P>

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