Bessere Geschäfte mit dem Fernweh

- Berlin - Terroranschläge, Irak-Krieg und Wirtschaftsflaute - Gründe für eine Absage des Urlaubs gab es seit 2001 zuhauf. Entsprechend litten viele Reise-Unternehmen unter Einbußen.

<P class=MsoNormal>Trotz der jüngsten Katastrophe, der Flut in Südostasien, ist die einst erfolgsverwöhnte Tourismusindustrie jetzt aber optimistisch, die 2004 begonnene Erholung fortzusetzen: Die Großen der Branche wie TUI, Thomas Cook, Rewe Touristik oder Alltours vermelden Zuwächse für das Sommergeschäft 2005. Branchenkenner warnen trotzdem vor zu viel Euphorie.</P><P class=MsoNormal>Der deutsche Reiseriese TUI registriert eine "starke Reisekonjunktur quer durch alle wichtigen Märkte in Europa". Das Sommergeschäft läuft mit einem Buchungsplus von 7 Prozent und einem Zuwachs bei den Gästezahlen von 6,6 Prozent für Konzernchef Michael Frenzel zufriedenstellend, wie er auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin sagte.</P><P class=MsoNormal>Die Nummer 2 auf dem deutschen Markt, Thomas Cook (dazu gehören auch Neckermann und Condor), hat besonders harte Jahre mit kräftigen Verlusten hinter sich. Die Touristik-Tochter von Lufthansa und KarstadtQuelle sieht aber jetzt die Trendwende geschafft und hofft auf Gewinne zum Ende des laufenden Geschäftsjahres. Ein rigider Sparkurs und steigende Kundenzahlen sollen es möglich machen.</P><P class=MsoNormal>Aktuell liegen die Buchungen nach Unternehmensangaben um 5,1 Prozent über dem Vorjahreswert.</P><P class=MsoNormal>Sonnigen Zeiten sieht die Rewe-Touristik (unter anderem ITS Reisen, Jahn-Reisen, Dertour) entgegen, die die Buchungsentwicklung für den Sommer als "sehr erfreulich" beschreibt und ein Plus von 5,4 Prozent bei den Umsatzzahlen für das laufende Jahr vermeldet. Für das Gesamtjahr erwartet das nach Umsatzzahlen von 2003 drittgrößte Unternehmen des deutschen Reisemarktes einen Zuwachs von 6 Prozent.</P><P class=MsoNormal>Auf einem deutlichen Wachstumskurs ist auch das viertgrößte deutsche Reiseunternehmen Alltours. Die Buchungen für das Sommergeschäft liegen rund 14 Prozent über dem Vorjahreswert, wie der Inhaber des Duisburger Reiseveranstalters, Willi Verhuven, berichtete. Das Unternehmen, das stark auf Frühbucherrabatte setzt, peilt für das gesamte Geschäftsjahr 2004/2005 ein Buchungsplus von insgesamt 8 Prozenpunkten an.</P><P class=MsoNormal>Den positiven Zahlen zum Trotz weisen Branchenkenner aber darauf hin, dass für den aktuellen Zuwachs weniger die wieder erwachte Reiselust der Bundesbürger sorge. Vielmehr, so schreibt etwa die "Wirtschaftswoche", seien die Kampfpreise, mit denen die Branche Frühbucher zu gewinnen suche, der Grund für das Plus. "Danach kommt vermutlich ein großes Loch", sagte DRV-Präsident Klaus Laepple.</P><P class=MsoNormal>Hinzu komme, dass die Rabatte die ohnehin schmalen Renditen in der Branche schrumpfen ließen.</P>

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