Bestechungsskandal: VW nennt neuen Verdächtigen

- Wolfsburg - Das Ausmaß der Affäre um Betrugs- und Korruptionsverdacht beim Autokonzern Volkswagen ist weiterhin unklar. Im Zentrum der Ermittlungen stehen der ehemalige Skoda-Personalchef Helmuth Schuster und einer seiner Ex-Mitarbeiter.

Konzernbetriebsratschef Klaus Volkert war vor dem Hintergrund der Affäre überraschend zurückgetreten. "Wir haben die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG kontaktiert und beabsichtigen, sie damit zu beauftragen, alle Vorgänge unabhängig zu überprüfen", sagte Konzernchef Bernd Pischetsrieder. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), der auch VW-Aufsichtsratsmitglied ist, nannte dies den richtigen Weg. Pischetsrieder hatte eine "lückenlose Aufklärung" angekündigt. Der Autobauer hatte zwei Strafanzeigen gestellt. Ein VW-Sprecher sagte, Volkswagen habe sowohl Schuster als auch den anderen Mitarbeiter Mitte Juni fristlos entlassen.Laut Justizbehörde gebe es Anhaltspunkte dafür, dass Gelder, die VW beziehungsweise der tschechischen VW-Tochter Skoda zugestanden hätten, auf Privatkonten gelandet seien. Der neben Schuster angezeigte Mann war früher Mitglied der VW-Personalabteilung, die Schuster in den 90er Jahren geleitet hatte. Schuster soll Schmiergelder von Zulieferfirmen verlangt haben. Es gebe derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass VW-Betriebsratschef Volkert in die Affäre verwickelt sei.

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