Siemens-Mitarbeiter angeklagt

München - Ein erneuter Korruptionsfall bei Siemens wird seit Dienstag vor dem Münchner Landgericht verhandelt.

Wegen Bestechung im internationalen Verkehr angeklagt sind ein 49 Jahre alter ehemaliger Bereichs-Manager und ein sieben Jahre jüngerer kaufmännischer Angestellter von Siemens Kuwait. Sie sollen Anfang 2011 an dem Versuch beteiligt gewesen sein, durch Zahlung von rund 1,25 Millionen Euro an den damaligen kuwaitischen Energieminister den Zuschlag für die Schaltanlage eines Kraftwerks südlich von Kuwait City zu bekommen. Der ältere Angeklagte räumte zum Prozessauftakt die Vorwürfe ein. Er habe “nicht nachgedacht und die Folgen ausgeblendet“, gestand der 49-Jährige.

In diesem Fall hatte das Unternehmen selbst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und die in die Affäre verwickelten Mitarbeiter fristlos entlassen. Siemens Kuwait verzichtete auf eine Verlängerung des Angebots mit einem Volumen von rund 174 Millionen Euro und schied aus dem Vergabeverfahren aus. Zur Zahlung des Schmiergeldes an den Minister, der im Mai 2011 aus dem Amt schied, kam es nicht.

dpa

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