"Es besteht eine erhebliche Nervosität"

- Zum 1. Oktober soll die neue Struktur im Kommunikations-Bereich von Siemens greifen. An der Münchner Hofmannstraße, wo die betroffenen Sparten ICN und ICM angesiedelt sind, entscheidet sich in diesen Wochen, welche Stellen dann gestrichen werden. In der Belegschaft hofft man nach harten Einschnitten in den vergangenen Jahren auf eine möglichst schonende Lösung, erklärt Stella Heuss, Vorsitzende des Betriebsrats am Standort Hofmannstraße.

<P>Der künftige Vorstand des neu entstehenden Bereichs Siemens Com hat Stellenstreichungen schon angekündigt. Mit welchen Einschnitten ist durch die Zusammenlegung von ICN und ICM zu rechnen?<BR>Stella Heuss: Wir wissen, dass zentrale Funktionen betroffen sein werden. Dazu gehören zum Beispiel Buchhaltung, Datenverarbeitung oder Marketing, um nur einige zu nennen. Dort, wo sich Funktionen überschneiden, rechnen wir mit Problemen. Es gibt aber auch zentrale Funktionen, deren Angebot sich ergänzt. In welchem Ausmaß es zu Stellenabbau kommt und wo, können wir noch nicht absehen.</P><P>Welcher Bereich wird eher Federn lassen müssen. ICN oder ICM?<BR>Heuss: Wir können das heute noch nicht differenzieren. Die Bereichsvorstände und Mitglieder der ersten Führungsebene erarbeiten im Moment, wie die neue Struktur gestaltet werden soll.</P><P>Diese Unsicherheit dürfte die Stimmung bei den Mitarbeitern belasten.<BR>Heuss: Es besteht natürlich eine erhebliche Nervosität in der Belegschaft. Gerade wir am Standort Hofmannstraße haben ja schon eine vor zwei Jahren begonnene Restrukturierung hinter uns. Es haben aber alle die Hoffnung, dass der jetzige Umbau in kleinerem Ausmaß stattfindet und in einem anderen Stil vollzogen wird.</P><P>Das Gespräch führte Dominik Müller.<BR></P>

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