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Die besten Geschäftszahlen aller Zeiten

Deutsche Bank: - Frankfurt - Die Spitzen-Manager der deutschen Wirtschaft sind mit der Konjunktur so zufrieden wie selten zuvor. Das hat eine repräsentative Befragung der Top-Manager des Landes ergeben. Fast 90 Prozent sind positiv gestimmt - das war der beste Wert seit 1999. Beispiel Deutsche Bank. Das größte Geldhaus des Landes hat seine besten Quartalszahlen aller Zeiten vorgelegt.

Rund 800 Führungskräfte hatte das "Handelsblatt" in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Droegge & Comp. befragt und noch nie seit Beginn der jährlichen Umfrage war die Zahl der Optimisten so groß und die Zahl der Skeptiker so gering, so das Fazit.

Unter den Strahlemännern war auch der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann. Mit gutem Grund, schließlich ist das größte Geldhaus Deutschlands mit dem besten Quartal der Unternehmensgeschichte ins Jahr 2007 gestartet. Von Januar bis Ende März verdiente das Ins titut 2,1 Milliarden Euro und damit bereits ein Drittel dessen, was für das komplette Jahr 2006 ausgewiesen worden war. Die Bank sei hervorragend positioniert, "auch weiterhin in ihren Geschäftsfeldern profitabel zu wachsen", sagte Vorstandschef Ackermann.

Auch grenzüberschreitende Fusionen in der Branche - wie derzeit bei der niederländischen Großbank ABN Amro - sehe der Dax-Konzern nicht mit Sorge. Zwar könne die andauernde Konsolidierung "die Wettbewerbsintensität verändern". Doch Ackermann betonte: "Wir sind überzeugt, dass die Deutsche Bank gut gerüstet ist, um diese Herausforderungen zu meistern." Er setze weiterhin vor allem auf Wachstum aus eigener Kraft.

Im traditionell starken ersten Quartal steigerte die Deutsche Bank ihren Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Prozent. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 22 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Die bereinigte Eigenkapitalrendite vor Steuern lag bei 41 Prozent und damit deutlich über dem von der Bank ausgegebenen nachhaltigen Ziel von 25 Prozent.

"In wichtigen Schwellenländern bestehen gute Voraussetzungen, um die hohen Wachstumsraten beizubehalten", so Ackermann. Für 2008 bekräftigte die Bank ihr Ziel eines bereinigten Vorsteuergewinns von 8,4 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr waren knapp acht Milliarden Euro erreicht worden.

Die Erträge verbesserten sich im Auftaktquartal getrieben von einem unerwartet starken Handelsergebnis um ein Fünftel auf 9,6 Milliarden. Während der Konzern im Investmentbanking sein Ergebnis erneut zweistellig steigerte, verdiente er in der Vermögensverwaltung und mit Privatkunden deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Grund nannte die Deutsche Bank unter anderem die Kosten für die Integration der zugekauften Berliner Bank und Norisbank.

Indes steigerte die Deutsche Bank die Zahl ihrer Privat- und Geschäftskunden auch dank der Zukäufe um 558 000, wovon 320 000 auf die Berliner Bank entfielen.

Auch die Mitarbeiterzahl erhöhte sich: Umgerechnet auf Vollzeitstellen stieg sie von knapp 69 000 Ende Dezember auf 73 114 Ende März. Seit Ackermann im Februar 2005 zeitgleich mit einem Milliardengewinn den Abbau von weltweit 6400 Stellen angekündigt und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte, stieg damit die Zahl der Beschäftigten um mehr als zehn Prozent.

Die Aktie der Bank erreichte gestern zunächst ein Rekordhoch von 116 Euro und verlor dann im Laufe des Tages. Händler erklärten dies mit Gewinnmitnahmen.

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