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Sonnenstrahlen machen braun und glücklich, bringen aber auch Schattenseiten – deshalb braucht empfindliche Kinderhaut hohen Schutz.

Die besten Kinder-Sonnencremes

Teuer ist nicht gleich gut. Dies gilt auch für Sonnencremes für Kinder, von denen Stiftung Warentest 20 prüfte. Die teuerste – 100 Milliliter kosten stolze 21 Euro – war nur „ausreichend“. „Gut“ sind zwölf Cremes – die billigste für 1,32 Euro pro 100 Milliliter.

Kinderhaut ist viel sonnenempfindlicher als die von Erwachsenen. Erst in der Pubertät wird die oberste Hautschicht dick genug, dass sie die Strahlen nicht mehr so tief eindringen lässt. Richtet die Sonne zuvor Schäden an, werden diese erst nach Jahrzehnten sichtbar – schlimmstenfalls als Hautkrebs. Für Babys gilt deshalb: pralle Sonne ist im ersten Lebensjahr absolut tabu. Kleinkinder unter drei Jahren sollten sich immer nur kurz in der Sonne aufhalten – und dies bekleidet.

Beim Herumtoben im Freien schützen Hemd, Hose und Hut, aber auch Sonnenbrille und Sonnencreme. Die sollte einen hohen Lichtschutzfaktor besitzen – sehr sonnenempfindliche, besonders hellhäutige Kinder sollten mit Lichtschutzfaktor 50 + eingecremt werden. Alle anderen sind laut Stiftung Warentest mit Faktor 30 gut geschützt.

Dabei gilt: viel hilft viel. Der Tipp der Tester: Mit der Creme nicht geizen, sondern alle zwei Stunden großzügig nachschmieren. Auch an Ohrläppchen, Nacken und Fußrücken. Da Sonnenschutzmittel für Kinder oft fetthaltiger sind als andere, sind sie auch für Erwachsene mit trockener Haut gut geeignet.

Egal ob teuer oder billig: Alle getesteten Sprays und Lotionen halten den ausgelobten Lichtschutzfaktor ein. Sie schützen entsprechend ihrer Packungsaufschrift vor den aggressiven Ultraviolett-B-Strahlen. Diese werden für Sonnenbrand und Hautkrebs verantwortlich gemacht. Da Lichtschutzfilter aber mit Bedacht eingesetzt werden sollten, landete die Sonnencreme von Annemarie Börlind hier bei „ausreichend“, weil ihr Produkt den angegebenen UVB-Schutz um mehr als das Dreifache überschreitet.

Da die längerwelligen UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen, lassen sie sie vorzeitig altern. Auch an Irritationen und Hautkrebs sollen sie schuld sein. Bis auf die Sonnenlotion von „Ultrasun“ schützen alle getesteten Produkte vor UVA-Strahlen.

Vorsichtig sollten Eltern mit der Angabe „wasserfest“ umgehen: Den Testern zufolge kann der Schutz beim Baden auch bei wasserfesten Mitteln um bis zu 50 Prozent abnehmen. Deshalb sollten Eltern ihr Kind am besten nach jedem Baden erneut eincremen – egal ob sie ein wasserfestes Mittel verwendet haben oder nicht.

Wenn’s heiß ist, mögen das auch die Keime. Trotzdem kommen etliche Cremes ohne Konservierungsmittel aus. Die meisten boten Keimen auch so keine guten Bedingungen zur Vermehrung. Allein die beiden Sprays von Garnier Ambre Solaire verminderten die Keime zu wenig und bekamen bei der mikrobiologischen Qualität nur ein „ausreichend“.

Sonnenschutzmittel aus dem vergangenen Jahr können ruhig weiter benutzt werden, wenn das Produkt einwandfrei riecht und sich die Substanzen nicht in dick und flüssig getrennt haben.

Bei aller Vorsicht gilt: Sonne ist gesund – macht gute Laune, stärkt die Immunabwehr und bringt die für Zähne und Knochen so wichtige Vitamin-D-Bildung in Gang. Deshalb sollten Kinder kein Schattendasein fristen.

Apropos Schatten: Die Mittagssonne ist zu stark – zwischen 11 und 15 Uhr sollte man schattige Plätze vorziehen – nicht umsonst pflegen die Südländer um diese Zeit ihre „Siesta“ – und schließen die Fensterläden.

Susanne Sasse

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