Die besten Knipser für den Urlaub

München - Die Urlaubsbilder im Kopf verblassen schnell. Besser ist es, Strand und Meer zu fotografieren. Eine Übersicht über aktuelle Digitalkameras am Markt.

Digitale Kameras haben den analogen Geräten längst den Rang abgelaufen - zumindest, was die Verkaufszahlen angeht. Die Mehrheit der Deutschen fotografiert heute digital und es werden immer mehr, wie Statistiken der Branche verraten. Laut dem Verband Bitkom gibt es mittlerweile in deutlich mehr als jedem zweiten Haushalt hierzulande eine Digitalkamera.

Wer sich so ein Gerät neu zulegen möchte, hat die Qual der Wahl: Es gibt zig Anbieter und je nach Anwendungsgebiet mehrere Größenklassen. Die Hersteller bieten von der Minikamera für die Hosentasche und der etwas größeren Kompakten bis hin zur sogenannten Bridge-Klasse und der Spiegelreflex-Kamera alle Spielarten an.

Orientierung im Produktdschungel bieten unter anderem die regelmäßigen Testläufe der Stiftung Warentest. Die unabhängige Verbraucherorganisation in Berlin hat erst wieder in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test" (8/2008) 34 neue Modelle unter die Lupe genommen. Es regiert das Mittelmaß: Nur drei Geräten erteilten die Testingenieure ein "gut", der Rest schnitt mit "befriedigend" ab. Eine Übersicht mit einem Ausschnitt der Ergebnisse ist in der Tabelle unten abgebildet.

Zu den drei Testsiegern gehören die größere Kompaktkamera PowerShot SX100 IS von Canon (248 Euro), die umfangreich ausgestattete Olympus SP-570 UZ (490 Euro) und das Minigerät Digital Ixus 970 IS (355 Euro) ebenfalls vom Marktführer Canon aus Japan. Bei der Bildqualität, die zu einem Drittel das Testergebnis bestimmte, erreichte das Trio ein ordentliches "befriedigend" (kein Gerät bekam eine bessere Note). Zum Preisschlager kürten die Verbraucherschützer die Canon PowerShot A470, die im Schnitt für 124 Euro zu haben ist.

Konsumenten, die sich eine Kamera anschaffen wollen, sollten sich vor allem überlegen, was sie mit dem Gerät anstellen wollen. Für einen Preis von bis zu 200 Euro gibt es Kameras, die für gelegentliche Schnappschüsse ausreichen, bei schwierigeren Lichtverhältnissen aber schnell an ihre Grenzen stoßen.

Für ungefähr 100 Euro mehr gibt es schon leistungsfähigere halbautomatische Kameras, die einen größeren Einfluss auf die Belichtung zulassen. Sie werden mit hochwertigeren Objektiven geliefert, wobei die Auflösung bis zu zwölf Megapixel betragen kann. "Möchten Sie Ihre Urlaubserinnerungen optimal festhalten, ist diese Klasse die richtige. Sie bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis", so das Fachmagazin "PC Welt".

Ambitionierte Fotografen, die über 300 Euro ausgeben, bekommen Modelle mit einer Auflösung von mindestens sechs Megapixeln und mehr. Diese Geräte bieten viele Einstelloptionen per Hand und sind teilweise mit Gewinden für Filter und Objektive ausgestattet. In diese Preisklasse fallen in der Regel auch Bridge-Kameras wie die SP-570, die an Spiegelreflexkameras erinnern und etwas größer und schwerer sind.

Ein noch immer weitverbreiteter Irrtum: Je höher die Auflösung in Pixel, desto besser die Kamera. "Ein 300-PS-Motor kann als Sportwagen oder als Traktor daherkommen", schreiben die Warentester. Schon mit drei Millionen Bildpunkten ließen sich ansehliche Fotoabzüge im DIN-A4-Format erstellen. Da mittlerweile aber schon fünf, sechs Megapixel Standard sind, sollte die Auflösung nicht kaufentscheidend sein.

Wichtiger ist nach Angaben von Fachleuten die Bildqualität bei wenig Licht, die Farbwiedergabe und die automatische Scharfstellung (Autofokus). In all diesen Punkten erhielten die in der Tabelle gelisteten Modelle als Note ein "gut", "befriedigend" oder "ausreichend". 

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