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Bei der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin stehen möglicherweise Stellenstreichungen an. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Betriebsräte warnen vor Aus für Air Berlin

Seit Jahren vermarkten Air Berlin und Etihad einen Teil ihrer Flüge gemeinsam. Das bringt den klammen Berlinern zusätzliche Millionen. Doch nun bangen sie um die Genehmigung - nicht zum ersten Mal.

Berlin (dpa) - Mit einem dramatischen Appell an die Bundesregierung haben Arbeitnehmervertreter der Air Berlin vor einem Verbot ihrer Gemeinschaftsflüge mit dem Großaktionär Etihad gewarnt.

"Der Wegfall dieser Einnahme ist für die airberlin existenzbedrohend", heißt es in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die vier Betriebs- und Personalratsvorsitzenden der Air Berlin äußern darin die Sorge, dass die zweitgrößte deutsche Airline mit mehr als 8000 Beschäftigten "vom Markt verschwinden" könnte.

Mit den sogenannten Codeshare-Flügen mache die angeschlagene Gesellschaft einen zusätzlichen Umsatz von etwa 140 Millionen Euro im Jahr - in etwa so viel wie man an Luftverkehrssteuer bezahle. Das Bundesverkehrsministerium hält einen Teil der Flüge für rechtswidrig, Grundlage ist ein Luftverkehrsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Behörden hatten die gemeinsam vermarkteten Flüge vor einem Jahr und im Frühjahr für den Sommerflugplan ausnahmsweise noch einmal zugelassen.

Es ist aber noch offen, ob sie für diesen Winterflugplan genehmigt werden, der an diesem Sonntag beginnt. In der vergangenen Woche gab es Verhandlungen mit Vertretern vom Golf, Ergebnisse aber drangen bisher nicht an die Öffentlichkeit.

"Aus deutscher Sicht gibt es keinen Gewinner in diesem Szenario", heißt es in dem Brief an Dobrindt. Die Betriebsräte fürchten, dass Billigflieger wie Ryanair und Easyjet den Platz der Air Berlin einnehmen, wenn diese in die Knie geht. Dies werde dann auch die Schwierigkeiten des deutschen Marktführers Lufthansa verstärken.

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