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Betriebsrat: Allianz ohne soziales Gewissen

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- München - Der Allianz-Konzernbetriebsrat hat die Pläne des Unternehmens für einen drastischen Stellenabbau und Standortschließungen erneut verurteilt. Mit den Plänen, insgesamt rund 7500 Stellen abzubauen bei gleichzeitigen Milliarden-Gewinnen, zeige die Konzernleitung "weder die erforderliche gesellschaftspolitische Verantwortung noch soziales Gewissen", erklärte der Konzernbetriebsrat in einer Resolution.

Der Chef der Allianz Deutschland AG, Gerhard Rupprecht, hatte den tief greifenden Konzernumbau am Vortag bei einer Analysten-Konferenz erneut verteidigt. Die Maßnahmen seien notwendig, um Kundenverlusten entgegenzusteuern. Große Wachstumspotenziale sieht Rupprecht beispielsweise im sogenannten Cross-Selling. So sei nur gut ein Zehntel der knapp 20 Millionen privaten Versicherungskunden der Allianz auch Kunde bei der Tochter Dresdner Bank, hatte Rupprecht unter anderem erklärt. Diese Potenziale gelte es zu erschließen.

Der Konzernbetriebsrat warf dem Unternehmen eine "beispiellose Kahlschlagpolitik" vor, mit der sich das Unternehmen aus der Fläche verabschiede und vom Kunden entferne. "Auf diese Weise wird die Allianz keine neuen Kunden gewinnen, sondern weitere verlieren."

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