Das können Kunden jetzt tun

Betrüger-Mails: Punkte-Raub bei Payback

München - Punktepanne bei Payback: Bonus-Guthaben plötzlich weg? Konten gesperrt? Das Unternehmen macht Cyberkriminelle für die Vorfälle verantwortlich.

Payback ist ein Bonussystem, dass immer mehr Menschen bei ihren Einkäufen nutzen. Kein Wunder: Für das Gekaufte gibt es in Payback-Partnergeschäften immerhin etwas zurück. Und zwar Punkte. Diese lassen sich nach einer bestimmten Anzahl in Waren umtauschen. Praktisch. Doch genau hier besteht gerade das Problem.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens, dass seinen Sitz in München hat, häufen sich die Beschwerden von Kunden, deren Punkte plötzlich abhanden gekommen sind, ohne dass sie diese selbst eingelöst hätten. Eine Kundin musste etwa feststellen, dass von ihrem Kundenkonto Payback-Punkte an eine Tankstelle in Berlin ausgezahlt wurden, obwohl sie gar nicht aus Berlin ist und dort auch nicht getankt hat.

Die Punkte sind weg, die Konten gesperrt

Ein weiterer Schock für viele Payback-Kunden ist, dass sie sie nicht einmal mehr in ihr Kundenkonto einloggen können, da dieses plötzlich gesperrt wurde. Beschweren können sich die Betroffenen bei Payback direkt nicht: “Leider kann man sich nur per Kontaktformular auf Eurer Seite melden, wenn man die Zugangsdaten auch hat. So richtig sinnig ist das ja nicht“, schreibt ein weiterer Facebook-User. Auch telefonisch sei niemand zu erreichen. So macht er wie andere auch seinem Frust in den Sozialen Medien Luft. 

Doch was steckt hinter dem Punkte-Raub? Auf der Presseseite der Firma Payback GmbH findet sich eine Mitteillung, die Licht ins Dunkel bringt.

Hier wird sie von einem weiteren Kunden auf Facebook geteilt:

Betrüger-Mails sind Schuld am Punkte-Raub

Dem Schreiben zufolge sind sogenannte „Phishing-Mails“ im Umlauf. Diese sind zwar „in Payback-Design“ gestaltet, das Unternehmen hat aber nicht mit ihnen zu tun. 

„Es handelt sich um Betrüger-Mails, durch die Schadsoftware verbreitet wird oder persönliche Daten ausgespäht werden“, heißt es auf der Payback-Seite. „Kriminelle können sich so Zugang zu Punktekonten verschaffen. Die E-Mails enthalten einen Link, der auf keinen Fall angeklickt werden sollte“. Das Unternehmen rät „diese Mails zu löschen“. Auf der Seite des Unternehmens können Kunden überprüfen, ob ihr Konto bereits gehackt wurde. 

So weit so gut, doch was machen Kunden, die bereits um ihre Punkte gebracht wurden? Die Münchnerin Kerstin Harfmann, der Punkte im Wert von 174 Euro gestohlen wurden, teilte der Abendzeitung mit, dass sie keine Mails geöffnet habe und ihre Punkte dennoch gestohlen wurden. Nach einem Anruf seitens der Redaktion wurde versichert, dass sie ihre Punkte zurück erhält. Auf die Frage, ob dies bei allen Kunden der Fall ist, lautete der Kommentar laut Abendzeitung: „Dazu äußern wir uns nicht."

Rubriklistenbild: © dpa

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