Betrügerpärchen schröpft Deutsche Bank

New York - Ein Pärchen in den Vereinigten Staaten hat mit falschen Rechnungen die Deutsche Bank und den US-Versicherungskonzern AIG um hunderttausende Dollar erleichtert - mit einem einfachen Trick.

Heidi W. und ihr Ex-Ehemann Peter P. hätten ihre Taten vor Gericht gestanden, erklärte die Bundesstaatsanwaltschaft von Manhattan am Mittwoch.

Der Betrug begann demnach vor zehn Jahren: Die Frau arbeitete bei der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank. Dort trudelten regelmäßig Rechnungen einer Marketingfirma ein. Heidi W. habe in jedem einzelnen Fall die Zahlungen an die Firma veranlasst, erklärte die Staatsanwaltschaft. Hinter der Firma steckte den Erkenntnissen zufolge ihr Mann. 2006 wechselte die Frau zum US-Versicherungskonzern AIG und das Spiel wiederholte sich.

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Den beiden droht nun nach Auskunft der Staatsanwaltschaft eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Zudem müssen sie die Finanzkonzerne entschädigen und 200 000 Dollar Geldbuße zahlen. Das endgültige Urteil soll am 28. Juni verkündet werden. Die Deutsche Bank äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem noch laufenden Verfahren.

dpa

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