Schaden in Milliardenhöhe

Betrug mit Plastikgeld hat zugenommen

Frankfurt/Main - Im Jahr 2012 ist der Betrug mit Kredit- und EC-Karten im europäischen Zahlungsraum erstmals seit vier Jahren wieder angestiegen. Hauptgrund sind die zunehmenden Online-Einkäufe.

Der Schaden betrug demnach insgesamt 1,33 Milliarden Euro, das war ein Anstieg um fast 15 Prozent im Vergleich zu 2011, erklärte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt am Main. Mehr als die Hälfte des Gesamtschadens (rund 60 Prozent) sei dabei auf Betrug beim Bezahlen im Internet zurückzuführen, erklärte die EZB. Danach folgen Betrügereien beim Einkaufen mit EC- oder Kreditkarte direkt im Laden (ungefähr 25 Prozent des Gesamtschadens) und beim Abheben von Bargeld am Automaten (rund 15 Prozent).

Bei Betrachtung der Betrugsfälle sei zu bedenken, dass immer mehr Menschen per Karte im Internet zahlen, erklärte die EZB. Der Anteil der Betrugsfälle an der Gesamtzahl der Transaktionen sei 2012 niedriger gewesen als in den Jahren 2008 bis 2010. Der europäische Zahlungsraum SEPA umfasst die Länder der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: Datenleck bei Autobauern - auch VW betroffen
New York (dpa) - Zehntausende Dokumente mit sensiblen Daten großer Autohersteller sind laut einem Zeitungsbericht vorübergehend öffentlich im Internet aufgetaucht.
Bericht: Datenleck bei Autobauern - auch VW betroffen
Über 200.000 Autokäufer nutzen Umweltprämie
Die sogenannte Umweltprämie - ein Zuschuss für Kunden beim Kauf eines sauberen Autos - sollte ein Mittel sein, um den Anteil älterer und schmutziger Dieselwagen auf den …
Über 200.000 Autokäufer nutzen Umweltprämie
Minister will Bahn bei Verkehrssteigerung unterstützen
Es gebe keinen Zweifel, "dass mir sehr viel an der Bahn liegt", sagt Verkehrsminister Scheuer. Er wolle mithelfen, dass mehr Menschen und Güter auf der Schiene befördert …
Minister will Bahn bei Verkehrssteigerung unterstützen
G20-Finanzminister beraten über Arbeit und Handel
Wegen des Zollstreits dürfte die Zukunft des globalen Handels im Mittelpunkt der G20-Konferenz stehen. Der Gastgeber steckt gerade selbst in der Klemme und muss um …
G20-Finanzminister beraten über Arbeit und Handel

Kommentare