Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

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Herausforderung wird größer

Der Osten schrumpft, größere Städte im Süden

Nürnberg - Weniger Leute im Osten, immer mehr im Süden - Geburtenrückgang und Wanderungsbewegungen stellen Raumplaner vor große Herausforderungen. Bund und Länder wollen gegensteuern.

Raumordnungsplaner rechnen in Zukunft mit einem „hohen Bevölkerungsrückgang“ in weiten Teilen Ostdeutschlands. Mit Ausnahme von Berlin, Leipzig und Dresden müssten sich die neuen Bundesländer auf eine weiterhin schrumpfende Bevölkerung vor allem im ländlichen Raum einstellen, geht aus dem am Montag in Nürnberg veröffentlichten Leitlinienentwurf der Bundes- und der Landesraumordnungsminister hervor.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung müsse die künftige Raumordnungsplanung vor allem „die Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen in Ostdeutschland sicherstellen“. Auch sollte dafür gesorgt werden, dass ostdeutsche Oberzentren, aber auch einige im Nordosten Bayerns, trotz des Bevölkerungsschwunds weiterhin ihre Mittelpunktfunktion in einer Region erfüllen könnten, heißt es in dem Entwurf.

Nur einen geringen Bevölkerungsrückgang erwarten die Fachleute vor allem im Süden Deutschlands, der Rhein-Main-Neckar-Region und in Nordrhein-Westfalen. Der Raumordnungsplan soll die Leitbilder aus dem Jahr 2006 konkretisieren und weiterentwickeln.

Mit den Leitlinien verständigten sich die Fachminister am Montag auf Ziele für die weitere räumliche Entwicklung Deutschlands, berichtete die bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin, Katja Hessel (FDP). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte seine Teilnahme an der Konferenz wegen eines Besuchs von Hochwassergebieten abgesagt. Der Entwurf solle jetzt mit Kommunen, Verbänden und der Öffentlichkeit diskutiert werden, bevor er zur Grundlage für die künftige Raumordnung in Deutschland werde, sagte Hessel.

Mit den Mitteln der Raumordnung soll nach Vorstellungen der Minister unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit der verschiedenen Regionen gestärkt werden. Dazu sollen unter anderem die bereits bestehenden Metropolregionen nach dem Vorbild der Metropolregion Nürnberg weiterentwickelt werden. Die Fachminister sprechen sich in ihrem Entwurf außerdem für die Schaffung großräumiger Freiräume aus. Auch sollte bundesweit der Flächenverbrauch verringert werden.

dpa

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