Tarifkonflikt in der Metallindustrie anscheinend beigelegt

Sindelfingen - Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie ist beigelegt. Nach dpa-Informationen aus Verhandlungskreisen haben sich Arbeitgeber und IG Metall auf einen Tarifvertrag geeinigt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Die Metall-Tarifparteien schmieden nach 22-stündigen Gesprächen am künftigen Tarifvertrag. Wie am Mittwochnachmittag in Sindelfingen verlautete, sind die Tarifexperten der beiden Seiten dabei, den von Südwestmetall und IG Metall ausgehandelten Kompromiss in Worte zu gießen. Aber auch dabei könnten noch Streitpunkte auftreten, hieß es.

Unterdessen kündigte ein Sprecher der IG Metall eine Pressekonferenz für den frühen Nachmittag an. In Verhandlungskreisen hieß es, diese soll um 14.30 Uhr sein.

Die am Dienstagnachmittag gestarteten Tarifverhandlungen für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche gestalteten sich als Zitterpartie. Mehrfach wurde kolportiert, dass die Verhandlungen noch platzen können. Ein Meldung des "Tagesspiegels", wonach ein hoher Einmalbetrag und zwei schnell aufeinander folgende Tariferhöhungen von jeweils 2,1 Prozent vorgesehen sind, bestätigte sich zunächst nicht.

Die Gewerkschaft war mit einer Forderung nach acht Prozent in die Tarifverhandlungen gegangen. Die Arbeitgeber hatten ursprünglich 2,1 Prozent mehr Einkommen für 2009 und Einmalzahlungen für 2008 angeboten.

dpa

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