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Individuelle Bewerbungsschreiben führen zum Erfolg. Vorsicht mit Bewerbungsvorlagen aus dem Internet.

Bewerbungsschreiben: Mit Profil zum Erfolg

Firmen erhalten Dutzende, oft sogar Hunderte Bewerbungen auf eine Stellenausschreibung. Da muss das eigene Bewerbungsschreiben aus der Masse herausstechen und auf Anhieb überzeugen.  Erfahren Sie hier, worauf Personalverantwortliche außerdem Wert legen.

Bewerbungsvorlagen aus dem Internet können helfen, das Anschreiben zu formulieren, sollten aber niemals eins zu eins übernommen werden.

Gerade für Berufsanfänger und Umschüler, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, gelten im Bewerbungsschreiben einige grundsätzliche Dinge. Darauf sollten Sie achten:

  • Ein Anschreiben sollte generell nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein und möglichst all Ihre Vorzüge und Erfahrungen auf den Punkt bringen.
  • Bereiten Sie Ihre Bewerbung optisch ansprechend auf: Ein harmonisches Layout sowie ein deutliches Schriftbild erleichtern den Lesefluss.
  • Gliedern Sie Ihr Bewerbungsanschreiben in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Achten Sie dabei auf eine logische Struktur.
  • Eine saubere Mappe und eine korrekte Rechtschreibung sind ein absolutes Muss.
  • Die Sätze sollten nicht zu lang und nicht verschachtelt sein. Besser sind schlichte Hauptsätze ohne aufgeblasene Adjektive wie „erfolgsorientiert“ oder „begeisterungsfähig“.
  • Vermeiden Sie Floskeln und ausgelutschte Worthülsen. Schreiben Sie nicht nur, dass Sie teamfähig sind, sondern belegen Sie die Eigenschaft an einem konkreten Beispiel. Das kann die Zusammenarbeit mit einem Kollegen oder der Verweis auf eine Arbeitsgruppe sein.
  • Achten Sie peinlichst genau auf die korrekte Schreibweise der Ansprechperson und auf die richtige Firmenadresse.

Individualität statt Standard

Bewerbungsvorlagen aus dem Internet können bei dem Verfassen eines persönlichen Anschreibens hilfreich sein. Nutzen Sie Musterbewerbungen aber lediglich als Ideengeber. Ihr Bewerbungsschreiben sollte individuell auf Sie zu Ihnen passen und sich von der Masse abheben. Bleiben Sie sich selbst treu und vertrauen Sie auf Ihr Können.

Wenn Sie sich bei mehreren Firmen um die gleiche Ausbildung oder auf ähnliche Stellen bewerben, sollte Sie für jede einzelne Ausschreibung ein passendes Bewerbungsschreiben verfassen. Personalverantwortliche haben ein gutes Gespür für Massenware. Begründen Sie deshalb gut, warum Sie ausgerechnet in dieser Firma arbeiten wollen. Hilfreiche Informationen und gute Argumente finden Sie auf der Firmenhomepage, in Produktkatalogen, aber auch durch Gespräche mit Mitarbeitern.

Bewerbungsstrategien

Bewerbung ist nicht gleich Bewerbung. Standard ist das seriöse Bewerbungsschreiben, klassisch per Post verschickt. Aber es gibt Alternativen.

  • Onlinebewerbung: Sich online zu bewerben, erhöht bei fast 40 Prozent der deutschen Unternehmen die Chancen auf eine Einstellung. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris hervor. Für Bewerber heißt das: Persönliche Unterlagen wie Zeugnisse, Arbeitsproben oder Fotos sollten sowohl auf Papier als auch in elektronischer Form vorliegen.
  • Guerilla-Bewerbung: Guerilla-Bewerbungen versuchen, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erregen. Ein Beispiel: Eine Grafikerin schickte ihrem zukünftigen Arbeitgeber an Weihnachten einen Schoko-Osterhasen mit dem Kommentar, sie sei ihrer Zeit eben voraus. Auffällige Kreativ-Bewerbungen sind aber Geschmackssache und kommen bei manchen Personalverantwortlichen nicht gut an. Die Form sollte den Inhalt verpacken und nicht vom Inhalt ablenken.
  • Anonymisierte Bewerbungen: Hierbei handelt es sich um ein Bewerbungsverfahren, in denen persönliche Daten zunächst anonym bleiben. Die Arbeitgeber verzichten bei den Bewerbungen auf Fotos sowie Angaben wie Namen, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Familienstand. Erst bei einer Entscheidung für den Bewerber werden die persönlichen Details bekanntgegeben. In Amerika ist diese Bewerbungsform bereits in vielen Unternehmen Standard, in Deutschland noch Zukunftsmusik. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) konnte aber renommierte Firmen, wie die Deutsche Telekom oder das Kosmetikunternehmen L'Oréal zu einem Pilotprojekt bewegen. Die Zwischenbilanz der ADS fällt positiv aus: Bisher benachteiligte Gruppen wie alleinerziehende Mütter, ältere Bewerber oder Menschen mit Migrationshintergrund bekommen öfter ein Jobangebot.

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