+
Das Saarländische Oberlandesgericht hat einen geschiedenen Mann verurteilt, weiterhin nachehelichen Unterhalt an seine Ex-Frau in Höhe von 947 Euro zu bezahlen (Archivbild).

Wer gut bezahlten Job aufgibt, muss weiter Unterhalt zahlen

Saarbrücken - Unterhaltsverpflichtungen vermindern sich nicht, wenn ein gut bezahlter Beruf mutwillig aufgegeben wird. Das geht aus einem Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken hervor.

Vielmehr müsse sich der Betroffene so behandeln lassen, als verdiene er weiterhin gutes Geld, so die Richter (Az.: 6 UF 95/09).

Das Gericht verpflichtete damit einen geschiedenen Mann weiterhin nachehelichen Unterhalt an seine Ex-Frau in Höhe von 947 Euro zu bezahlen. Der Mann hatte seine bisherige Tätigkeit aufgegeben und arbeitete nur noch als Hilfskoch. In seiner früheren Tätigkeit hatte er einen Nettoverdienst von gut 4000 Euro erhalten. Das OLG befand, der Unterhaltsanspruch der Ex-Frau sei nach dem früheren Einkommen zu berechnen. Denn der Betroffene habe nicht erklären können, wieso er die gut bezahlte Stelle aufgegeben habe.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
San Diego - Smartphones brauchen eine Funkverbindung. Im Geschäft mit Chips dafür ist der US-Konzern Qualcomm besonders stark. Zuletzt geriet er zunehmend ins Visier von …
Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
Air Asia treibt Pläne für Europa-Verbindungen voran
Davos/Kuala Lumpur (dpa) - Die malaysische Billigfluglinie Air Asia will im Sommer ihre Flüge nach Europa wieder aufnehmen. Zunächst sei eine Strecke von der …
Air Asia treibt Pläne für Europa-Verbindungen voran
Stürzt Trump die Welt in einen „Handelskrieg“?
Washington - Tiefschwarze Szenarien machen die Runde: Die neue US-Regierung könnte die Welt in einen „Handelskrieg“ stürzen. Es gibt viele Fragen und vorerst nur einige …
Stürzt Trump die Welt in einen „Handelskrieg“?
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"
Berlin - Anlässlich des Beginns der Agrarmesse "Grüne Woche" haben Tausende in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt!" für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft …
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"

Kommentare